Investmentfondshandel mit leichtem Umsatzanstieg

Thailandfonds und Goldfonds sind der Renner Offene Immobilienfonds bleiben Umsatzspitzenreiter

Der Juni brachte für den Investmentfondshandel an der Börse Hamburg einen Jahrestiefstand, der Juli 2011 brachte nun deutlich bessere Zahlen zustanden. Thailandfonds und Goldfonds haben sich dabei als Renner erwiesen, offene Immobilienfonds bleiben der Umsatzspitzenreiter.

„Börse Hamburg: Schuldenkrise sorgt weiter für Zurückhaltung im Fondshandel

  • Leichter Umsatzanstieg im Juli
  • Höchste Umsätze erneut in offenen Immobilienfonds
  • Thailand- und Goldfonds sind Performance-Spitzenreiter

Im Investmentfondshandel an der Börse Hamburg sind die Umsätze im Juli leicht gestiegen. Nach einem Jahrestiefststand von 119,7 Millionen Euro im Juni handelten die Anleger nun Fondsanteile im Wert von 131,0 Millionen Euro. “Die Anleger verhielten sich im Juli zurückhaltend. Die Schuldenproblematik der USA rückte immer mehr in den Vordergrund, sogar noch mehr als die Schuldenkrise in der Eurozone”, sagt Stefan Wildner, Makler der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank. “Für die Nachrichtenlage der vergangenen Wochen waren die Aktienmärkte recht ruhig – zwar gab es deutliche Tagesschwankungen, von einem Absturz konnte bisher aber keine Rede sein.”

Offene Immobilienfonds bleiben Umsatzspitzenreiter

Unter den zehn Fonds mit den höchsten Umsätzen befanden sich im Juli neun offene Immobilien- oder Immobiliendachfonds – allein der grundbesitz europa (WKN: 980700), ein Neuling unter den Top-10, ist derzeit nicht eingefroren. Bei den acht anderen Fonds mit Anlageschwerpunkt Immobilien ist die Börse der einzige Weg zum Anteilsverkauf. Spitzenreiter war der CS Euroreal (WKN: 980500) mit 19,9 Millionen Euro Umsatz. Platz zehn belegte der Stuttgarter-Aktien-Fonds (WKN: A0Q72H). In diesem Fonds handelten Anleger Anteile in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Gold als “sicherer Hafen” gefragt

Auf Seiten der Performance-Spitzenreiter waren besonders viele Fonds vertreten, die in Thailand-Werte oder in Gold investieren. “Die thailändischen Parlamentswahlen Anfang Juli haben zu den Zuwächsen bei Thailand-Fonds geführt. Anleger erhoffen sich vom Wahlergebnis ein Ende der politischen Unruhen”, erklärt Wildner. Gold sei weiterhin als “sicherer Hafen” stark nachgefragt: “Aufgrund der Schuldenprobleme ist der Goldpreis im Juli auf über 1.600 US-Dollar gestiegen – viele Experten erwarten hier sogar noch einen weiteren Anstieg.” Der Fidelity Thailand Fund (WKN: 973268) und der Stabilitas Silber + Weissmetall (WKN: A0KFA1) steigerten ihren Wert um jeweils 16,2 Prozent. Damit waren sie im vergangenen Monat die Fonds mit der besten Performance.

Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im Juli 2011

Fondsname WKN Umsatz in Mio. Euro
1 CS EUROREAL 980500

19,9

2 SEB ImmoInvest 980230

19,3

3 AXA Immoselect 984645

11,2

4 KanAm grundinvest 679180

8,7

5 grundbesitz europa 980700

6,0

6 DEGI Europa 980780

5,2

7 Premium Mngmnt Immobilien-Anl. A0ND6C

3,2

8 DEGI International 800799

2,5

9 Morgan Stanley P2 Value A0F6G8

1,6

10 Stuttgarter-Aktien-Fonds A0Q72H

1,2

Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsatz vom 01.07.11 bis 29.07.11

Über die Börse Hamburg

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr über 4.300 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt – wie bei anderen Wertpapiergeschäften – über die Haus- oder Online-Bank. Als Börsen- bzw. Handelsplatz ist lediglich Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, dies beinhaltet auch Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel vollzieht sich unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.“

Quelle Pressemitteilung: fischerAppelt AG