Ein weiterer verrückter Tag auf dem globalen Finanzparkett

Die Bahn wird nun doch nicht, wie eigentlich geplant, am 27. Oktober mit 24,9 Prozent ihrer Tochter, der “DB Mobility Logistics, an die Börse in Frankfurt gehen. Die Zeichnungsfrist, die eigentlich am 13. Oktober hätte beginnen sollen, wurde nun verschoben. Wie lange, ist nicht klar. Aber auf November soll ein neuer Termin angedacht werden. Die Bundesregierung hatte zu viel Angst, Geld zu verlieren. Oder hatte die Bahn gar Angst davor, nicht alle Anteile verkaufen zu können, da das Interesse der russischen Staatsbahn, dank massiver Probleme in Russland selbst, erkaltet sein könnte? Wie es nun weitergeht mit dem Börsengang der Bahn wird sich zeigen. Auf alle Zeit ist er sicher nicht aufgehoben. Dafür will erstens Bahnchef Mehdorn zu sehr seinen Kopf durchsetzen. Und auch die Bundesregierung – als Gesamteigner der Bahn – kräftig mitverdienen.

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Island verstaatlicht heute die dritte letzte große isländische Bank, die Sparer kommen nicht mehr an ihr Geld. Auch 50.000 deutsche Sparer sind von den Verstaatlichungen betroffen. Und auch einige Londoner Kommunen, die gut 100 Millionen Pfund auf den Banken Islands angelegt hatten. Angeblich auch auf Anraten der Londoner Regierung, möglichst hohe Gewinne zu machen mit dem angelegten Geld. Daraus wird nun jedoch nichts mehr. Islands Börsenhandel ist ausgesetzt, Islands Banken zahlen kein Geld mehr aus. Wer Pech hat, verliert bis auf die minimale Einlagensicherung in Höhe von 20.887 Euro, sein ganzes Geld. Wichtig ist dabei zu wissen: Die Einlagensicherung gilt nur für das angelegte Geld, nicht aber für die Zinsen!

Derweil klettern die deutschen Aktienkurse mal höher, mal tiefer. Die Krise in Island zieht die Börse weiter in Mitleidenschaft, auch wenn die Leitzinssätze in vielen Ländern der Welt von den zuständigen Notenbanken gesenkt wurden. Natürlich zeigen die Leitzinssenkungen nicht sofort ihre Auswirkungen, aber im Laufe der Zeit werden diese Schritte der Weltwirtschaft einen positiven Anschub geben. Und das sogar vielleicht früher, als pessimistische Experten erwarten! Denn die Geldanlage ist bereits jetzt zu guten Konditionen und völlig sicher möglich!