Island vor dem finanziellen Aus – Kommt der Staatsbankrott?

„ Eine Insel mit zwei Bergen, und im tiefen weiten Meer“… Wenn ich an Island denke, dann kommt mir dieses Lied in den Sinn und die Geschichten der Augsburger Puppenkiste, die mich in vergangenen Kindertagen in andere Welten entführten. Und nun wird dieses Lied aus alten Zeiten plötzlich ganz anders weitergesungen, mit einem Text, den niemand für möglich gehalten hätte vor kurzem. Das Land Island steht vor einem Staatsbankrott. Von gestern auf heute wurde von der isländischen Regierung ein Eilgesetz beschlossen, das alles Banken Islands verstaatlicht. Dies soll vor dem Totalbankrott bewahren. Auch sollen nun die Aktivitäten im Ausland der drei größten Banken Islands verkauft werden. Kaupthing, Landsbanki und Glitnir, alle drei sehr im Ausland aktiv und auch in Deutschland vielen Sparern bekannt, stehen fast vor dem Aus. Und damit viele Sparer weltweit, welche durch die sehr guten Konditionen bei Festgeld und Tagesgeld zur Anlage in Island angelockt wurden. Dies könnte bei vielen nun zu einem erheblichen Verlust werden. Maximal 20.887 Euro beträgt die Einlagensicherung in Island, und untertrifft dabei bei weitem das Guthaben der ausländischen Anleger. Und dabei geht es nicht um Geldanlagen von Steuerhinterziehern, wie es in Luxemburg der Fall war, das vielen zum Steuerparadies wurde. Hier geht es um Steuerzahler, die nun ihr Erspartes verlieren. Denn zwar garantieren Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück die Sicherheit der Sparanlagen – dies gilt jedoch nur für Deutschland. Für Anlagen in anderen Ländern kann und darf keine solche Garantie übernommen werden. Zu viele wurden durch die guten Zinsen gelockt und haben dabei die Gefahren einer Geldanlage im Ausland übersehen. Ein kleines bißchen weniger Zinsen gibt es bei den Tagesgeldkonten in Deutschland. Dennoch sollte man sehen, dass es besser ist, auf einen kleinen Teil der Zinsen zu verzichten, als am Schluss mit kaum mehr etwas dazustehen. Deshalb wenn die Geldanlage als Festgeld und Tagesgeld erfolgen soll in diesen schweren Zeiten, dann nur in unserem eigenen Land. Denn unser Erspartes ist sicher. Und, Frau Merkel und Herr Steinbrück: Wir nehmen Sie beim Wort!

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