Wirtschaftsnobelpreisträger prognostiziert den Untergang der US-Autoindustrie

Er, Paul Krugman, ist einer der renommiertesten Wirtschaftswissenschaftler in aller Welt. Vor Jahren sah er den Zusammenbruch der dotcom-Blase schon voraus. Nun hat er sich die Autoindustrie in den USA aufs Korn genommen und sieht diese dem Untergang geweiht. Auch eine staatliche Hilfe würde seiner Ansicht nach keine wirkliche Hilfe bringen, sondern den Zusammenbruch nur um zwei Monate verschieben, aber nicht verhindern können, denn es würden so nur: “zwei Monate Zeit gekauft”. Krugman gilt als ein wichtiger Mann in der Wirtschaftswissenschaft der heutigen Tage und wird in zwei Tagen in Stockholm mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geehrt werden. Erhalten wird er diesen für die Beiträge, die er zur Theorie des Außenhandels und zur Wirtschaftsgeografie abgeliefert hat. Er wird der Begründer der „Neuen Ökonomischen Geografie“ genannt und schreibt jeden Montag eine Kolumne in der “New York Times”. Dort hat er, just an jenem Tag, als das Nobelpreiskomitee in Stockholm ihn als diesjährigen Preisträger für den Wirtschaftsnobelpreis benannte, einen Beitrag über den britischen Premierminister Gordon Brown veröffentlicht, dem er die Vorreiterrolle in der Bekämpfung der globalen Finanzwirtschaftskrise zugestand und von dem er sagt, Gordon habe aller Wahrscheinlichkeit nach „das globale Finanzsystem gerettet”. Eine Vorreiterrolle, die eigentlich dem amtierenden Präsidenten der USA hätte zu Eigen werden muss. George W. Bush versagte jedoch auch in dieser Krise, die sein ganzes Land überzieht, und bestätigt damit Klugmans jahrelange Kritik an dem US-Präsidenten. Sollte Krugman nun wieder Recht behalten, wie bei dem großen dotcom-Zusammenbruch vor einigen Jahren, sieht es sehr bitter aus für die USA, die dadurch eine noch schärfere Krise erleben und auch mehr und mehr ihre noch vorhandene Vormachtstellung in den USA verlieren wird.

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