Kreditzinsen und Forward-Darlehen – Leitzins bleibt auf 1,00 Prozent

Wie die Europäische Zentralbank soeben bekanntgab, wird der Leitzins auch weiterhin auf dem historischen Tief von 1,00 Prozent verbleiben. Die Entscheidung ist nicht erstaunlich, und war auch so erwartet worden.

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Der immer noch niedrige Leitzins, der auch eine Messlatte für die Berechnung der Kreditzinsen ist, ändert jedoch nichts daran, dass Zinsen für Darlehen steigen. Wie wir bereits berichtet haben, sind die Zinsen für Verbraucherkredite inzwischen angestiegen.

Ein weiterer Anstieg der Kreditzinsen ist zu erwarten, sowohl bei den Immobilienkrediten als auch bei den Verbraucherkrediten.

Den Leitzins selbst wird die EZB vermutlich erst gegen Sommer wieder erhöhen. Doch selbst wenn es erst im Herbst dieses Jahres zu einer Leitzinserhöhung kommen sollte, die Zeichen in Sachen Kredite stehen jetzt schon auf Zinserhöhungen.

Die Gebühren für so genannte Forward-Darlehen steigen. Viele Experten sehen dies immer als ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Zinsen für Kredite bald ansteigen werden. Bei Forward-Darlehen wird ein Kreditvertrag zu den im Moment des Vertragsabschluss geltenden Zinsen abgeschlossen, der Kredit selbst wird jedoch erst zu einem anderen, vertraglich vereinbarten Zeitpunkt ausgezahlt. Die Differenz der Höhe der Kreditzinsen, die dabei entsteht, kann zum Teil so gut sein, dass die Gebühren, die dafür an die Banken gezahlt werden müssen, gleich um ein Vielfaches niedriger liegen als die Ersparnis bei der Zinshöhe, die der Kreditnehmer sonst bei der späteren Aufnahme des Kredites würde zahlen müssen.