Das große Warten auf die Abwrackprämie – Das BAFA im Zahlungsverzug

Exakt 1.400.208 Anträge auf Gewährung der Abwrackprämie wurden bis einschließlich gestern beim BAFA, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, gestellt. Je gewährtem Antrag hat das zuständige Amt 2.500 Euro zu bezahlen – Geld, das den Antragstellern nun in den Taschen fehlt.

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Denn gerade weil viele Autofahrer nicht das komplette Geld für einen Neuwagen hatten, haben sie auf die Abwrackprämie gehofft, die ja mit 2.500 Euro einen großen Teil eines Kleinwagens ausmacht. Doch nun schauen viele der Antragsteller erstmal in die Röhre. Laut der „BILD“ sind immerhin etwa eine Million Anträge in der Warteschleife.

Die Begründung erscheint plausibel, ist es aber nicht. Angeblich liegen die Anträge auf Gewährung der Abwrackprämie auf Eis, weil der Bund die erst vor kurzem zusätzlich genehmigten 3,5 Milliarden Euro noch nicht an das BAFA überwiesen hat. NUR: Was ist mit den restlichen 200.000 Anträgen, die noch zu dem ursprünglichen Fördertopf gezählt werden können? “Wir können nur Geld zusichern und verteilen, das wir auch im Zugriff haben.”, sagte der Sprecher des BAFA, Holger Beutel. Schön und gut, aber dann bitte auch die Verteilung der Mittel, die auf dem Konto des zuständigen Bundesamtes sind. Oder wurde das jetzt irgendwo angelegt, damit es nette Zinsen bringt?

Zugegeben wird aber, dass deshalb gut 800.000 Anträge für die Umweltprämie nicht bearbeitet werden können. Was aber mit den übrigen 200.000 Abwrackprämien-Anträgen geschehen ist, die noch in den alten Topf fallen, wurde nicht gesagt. Aber das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gibt sich der Presse gegenüber ja immer gerne bedeckt, wir sind das also bereits gewöhnt

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