ÖKO-TEST Altersvorsorge für Selbstständige

Private Altersvorsorge ist nicht nur für Arbeitnehmer wichtig, sondern auch gerade Selbständige benötigen eine gute Vorsorge für ihr Alter. ÖKO-TEST hat für ihre heute erschienene Ausgabe deshalb die Altersvorsorge für Selbständige unter die Lupe genommen.

ÖKO-TEST Altersvorsorge für Selbstständige

„Lausige Renditen und noch weniger Schutz

Wenn man zehn Jahre lang jeden Monat Geld zur Seite legt, insgesamt 21.000 Euro, und nach zehn Jahren 19.000 Euro auf dem Konto hat, dann ist das ein richtig schlechtes Geschäft. Die Versicherungen nennen so etwas eine Rentenversicherung. Das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat Altersvorsorgeprodukte für Selbstständige analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass viele davon ihren Namen nicht verdienen. Denn sie bieten nur mickrige Erträge, während gleichzeitig gigantische Kosten entstehen. Manche Garantien entpuppen sich zudem als Mogelpackung, so dass sich Versicherte auf die versprochenen Leistungen nicht verlassen können.

Nach Plänen der Regierung soll Altersvorsorge demnächst auch für Selbstständige und Freiberufler Pflicht werden. Nur wer eine ausreichende Privatvorsorge nachweisen kann, entgeht voraussichtlich dem Versicherungszwang. Doch man sollte die Verträge genau durchlesen, bevor man einen Vertrag für eine solche Versicherung unterschreibt, empfiehlt ÖKO-TEST. Denn wer von seiner Altersvorsorge profitieren will, muss schon richtig alt werden. Die Renditen liegen oft im Minusbereich, selbst wenn der Versicherte das 85. Lebensjahr erreicht. Erwirtschaften die Versicherer die versprochenen Überschüsse, sieht es etwas besser aus. Im Musterfall kann ein 30-Jähriger bis zum 85. Lebensjahr immerhin eine Rendite von 0,71 bis knapp 4 Prozent erwarten.

Während die Renditen minimal sind, steigen die Kosten. Viele davon sind für den Laien kaum zu erkennen, da manche Versicherungen sich bestens darin auskennen, ein Verwirrspiel mit intransparenten Angaben zu machen. Bei den Klassiktarifen fressen die Vertragskosten bis zu 17 Prozent der in 35 Jahren angesparten Rente auf, was beim Mustersparer beispielsweise bis zu 12.954 Euro entspricht.

Mittlerweile ist zudem die private Rente nicht mehr sicher, weil sich die Versicherer verstärkt aus den Garantien rausziehen. Anlagerisiken werden auf die Kunden abgeschoben. Außerdem vermindern die Versicherungen ihre Garantien, verschleiern das aber geschickt. Viele sichern ihren Kunden nämlich nur für die Ansparphase den aktuellen Garantiezins von 1,75 Prozent zu, ab Rentenbeginn sinkt der Zins – und zwar auf bis zu 1,0 Prozent.

Das ÖKO-TEST-Magazin März 2012 gibt es seit dem 24. Februar 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Quelle Pressemitteilung: ÖKO-TEST

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