Deutsche Bank steckt in den roten Zahlen – Milliardenverlust in 2008

Am heutigen Tag fand die Jahrespressekonferenz der Deutschen Bank statt. Nun hat es auch den Branchenführer erwischt mit den wirklich tiefen roten Zahlen – und dennoch will Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank, immer noch keine staatliche Hilfe.

„Wir haben noch einen Restbetrag von zehn Mrd. Euro, den wir dieses Jahr refinanzieren müssen am Kapitalmarkt. Das werden wir ohne Probleme schaffen“, sagt Ackermann ganz klar. Und er macht deutlich: „Garantien haben wir nicht nötig.“, denn „Wir müssen weder den Staat noch den Staatsfonds um Kapital bitten.“

Der Aktie hat die Nachricht von dem Milliardenverlust sowohl fürs Gesamtjahr 2008 als auch heftige Zahlen für das vierte und letzte Quartal des vergangenen Jahres nicht gutgetan. Gleich nach der Bekanntgabe der (vorläufigen) Zahlen rutschte die Aktie um zehn Prozent ab, stieg dann wieder im Wert, auf zwei Prozent Minus, und ging jetzt wieder auf insgesamt sechs Prozent ins Minus. Eine Berg- und Talfahrt heute also für das Wertpapier der Deutschen Bank. Und dennoch soll für das vergangene Jahr eine Dividende ausgeschüttet werden, es wurden 50 Cent je Aktie vorgeschlagen. Ist dies als ein Zeichen für den Weg in eine wieder positive Zukunft zu werten?

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
„Für das Geschäftsjahr 2008 wies die Bank einen Verlust nach Steuern von 3,9 Mrd € und einen Verlust vor Steuern von 5,7 Mrd € aus. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug minus 7,61 € nach plus 13,05 € im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern nach Zielgrößendefinition (bezogen auf das Active Equity) lag bei minus 20% gegenüber plus 26% im Vorjahr. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Dividende von 50 Cent je Aktie vorgeschlagen, nach 4,50 € für 2007. Die Tier-1 Kapitalquote nach Basel II lag zum Jahresende 2008 bei 10,1%. Ende 2007 hatte diese – nach Basel I – bei 8,6% gelegen. Das Tier-1Kapital nach Basel II betrug zum Jahresende 2008 31,1 Mrd €, nach 28,3 Mrd € zum Jahresschluss 2007 (berichtet nach Basel I).

Für das vierte Quartal 2008 wies die Bank einen Verlust nach Steuern von 4,8 Mrd € aus, verglichen mit einem Nachsteuergewinn von 1,0 Mrd € im entsprechenden Vorjahresquartal. Vor Steuern belief sich der Verlust auf 6,2 Mrd €, nach einem Vorsteuergewinn von 1,4 Mrd € im 4. Quartal 2007.“

(Quelle: Deutsche-Bank.de)

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