Umstellung der Anträge auf Abwrackprämie?

Wie der ADAC heute mitgeteilt hat, soll es angeblich ab dem 30. März zu einer gravierenden Umstellung des Antragsverfahrens für die Abwrackprämie kommen. Neben der bereits beschlossenen Änderung für das so genannte Reservierungsverfahren, welche auch jene Käufer berücksichtigt, die länger auf ihr neues Fahrzeug warten müssen aufgrund der Lieferzeit, soll nun ein andere, jedoch weitaus weniger positive Änderung der Abwrackprämie kommen.

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Mit Stichtag 30 März soll das Antragsverfahren geändert werden, wenn man dem ADAC Glauben schenken kann. Ab dem genannten Montag soll es dann nicht mehr möglich sein, Anträge für den Erhalt der Abwrackprämie noch auf dem Postweg einreichen zu können. Dies soll dann nur noch auf dem Onlinewege möglich sein. Dies bedeutet, nach Angabe des ADAC, neue Hürden für jene Autokäufer, die weder einen Internetanschluss haben noch über entsprechende technische Voraussetzungen wie einen Scanner, um die Dokumente entsprechend einscannen und dann via Internet versenden zu können.

Der ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker, kritisierte deshalb auch dieses neue Verfahren für die Antragstellung der Abwrackprämie. Die Bundesregierung ersetzt eine Ungerechtigkeit durch die nächste. Die meisten älteren Menschen sind nicht online und damit gezwungen, sich dem Händler anzuvertrauen. Damit haben sie es nicht mehr selbst in der Hand, ihre Reservierung rechtzeitig vorzunehmen.“

Zudem geht der ADAC davon aus, dass inzwischen die Hälfte der Geldmittel aufgebraucht ist. Durch die zu erwartenden viele Reservierungsanträge wird der Topf für die Förderung der Abwrackprämie schnell geleert sein, dessen ist man sich bei dem größten Automobil-Club Europas sicher. Deshalb stellte der ADAC-Vize noch einmal klar: „Das ganze bürokratische Hin und Her wäre überflüssig, wenn endlich die Deckelung der Fördersumme gekippt würde – daran führt kein Weg vorbei.“

Damit könnte er recht haben. Ob der Rest jedoch – in Bezug auf die Antragsstellung nur noch auf dem Onlinewege – stimmt, werden wir erst wissen, wenn die Bundesregierung dazu Stellung bezogen hat.