Krankenkassen und ihre Zusatzbeiträge führen zum Mitgliederschwund

Seitdem so einige Krankenkassen inzwischen Zusatzbeiträge von bis zu 37,50 Euro monatlich erheben, ist eine regelrechte Krankenkassen-Flucht eingetreten. Die Zusatzbeiträge, eigentlich ein Mittel der Gesetzlichen Krankenkassen, ihre vermeintlich leeren Geldbeutel zu füllen, werden zum Schuss in den Ofen. Denn es gibt viele Krankenkassen, die keine Zusatzbeiträge erheben, und damit hinsichtlich der finanziellen Aspekte attraktiver sind für zukünftige Mitglieder.

500x500

Nicht immer ist ein Wechsel zu einer anderen Krankenkasse jedoch sinnvoll, neben der finanziellen Seite sollten immer auch die Leistungen der Krankenkassen miteinander verglichen werden. Nur etwa 96 Prozent der Leistungen, welche die Gesetzlichen Krankenkassen ihren Mitgliedern bieten, sind durch den Leistungskatalog vorgegeben, den Rest der Leistungen können die Krankenkassen selbst bestimmen. Dies können zum Beispiel gezielte Chroniker-Programme sein oder Bonus-Programme.

Wer jedoch sowieso mit seiner Krankenkasse unzufrieden ist und nicht noch zusätzlich den Krankenkassen-Zusatzbeitrag hinnehmen möchte, für den ist ein Wechsel natürlich sinnvoll – und meist auch angenehmer. Denn schließlich sollte eine Krankenversicherung auch immer ein Ort der Gesundheit und Zufriedenheit sein, was jedoch leider nicht immer gegeben ist, auch nicht bei den Krankenkassen, die keine Zusatzbeiträge verlangen. Der Zusatzbeitrag an sich macht keine Krankenkasse schlechter, und keine Krankenkasse wird dadurch besser, in dem sie keinen Zusatzbeitrag verlangt.