Die strengen Auflagen der Rettung – Finanzrettungsprogramm tritt in Kraft

Heute ist ein wichtiger Tag für den Weiterbestand unserer Finanzwirtschaft. Denn: In Kraft tritt heute das Rettungsprogramm in Höhe von 500 Milliarden Euro für die Banken in unserem Land. Doch die Bedingungen an die Banken für die Inanspruchnahme der Rettung sind nicht gerade rosig. Es wird zu Einschnitten kommen in den Strukturen, sowohl in der Gehaltsstruktur als auch in die Geschäftspolitik generell der Banken, welche die Hilfe für sich beanspruchen möchten. Kein Wunder also, dass die Banken so zögerlich sind bei der Anfrage bei der Bundesregierung. Eine der Auflagen rückte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vor wenigen Tagen klar ins Licht:
„Wir sind uns völlig darin einig, dass es solche Auflagen geben soll, und die sollten sich auch auf die Vergütungen der Managergehälter und auf die Boni und die Abfindungen erstrecken. Wir haben bisher nicht über Zahlen gesprochen. Ich nenne Ihnen mal meine Zahl: Diese Manager sollten pro Jahr nicht mehr als 500.000 Euro bekommen. Und keine Boni. Und keine Abfindungen in der Zeit. Und keine Dividendenausschüttungen.“
Das sind klare Worte, aber nicht die einzigen einschneidenden Maßnahmen in dem Rettungspaket, dass Banken wie der BayernLB – welche als erste Bank in Deutschland die Finanzhilfe für sich in Anspruch nimmt – wieder zu positiven Bilanzen und einem Neuanfang verhelfen soll. Die genauen Details zu der Verordnung sagen sehr viel darüber aus, wie sehr sich die Bankenlandschaft in Deutschland verändern wird. Sehr zum Wohle der Kunden, sehr zum Ungemach der Bankvorstände, die nun nicht mehr machen können, was sie wollen. Und sich vor allem selbst nicht mehr eine goldene Nase verdienen, während die Anleger in die Röhre schauen und Geld verlieren.

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