Verliert Tagesgeldsparen immer mehr an Bedeutung?

Gestern mussten wir von gleich drei Zinssenkungen von Tagesgeldkonten berichten. Sowohl die Credit Europe Bank als auch die VTB Direktbank und Barclays haben an den Zinsen für ihre Tagesgeldanlagen geschraubt. Nach der Leitzinssenkung von vergangener Woche ist davon auszugehen, dass diese eine neue Welle von Zinssenkungen beim Tagesgeld wie auch beim Festgeld auslösen wird.

Nachdem Anleger im Moment vermehrt auf Aktien setzen, wie auch das neue Allzeithoch beim DAX zeigt, das im Mai 2013 erreicht wurde, kommt eine wichtige Frage ins Spiel, deren Antwort für Sparer von sehr wichtiger Bedeutung ist: Verliert Tagesgeldsparen immer mehr an Bedeutung?

Doch eine klare Antwort darauf kann es nicht geben. Natürlich sinken die Zinsen für Tagesgeld im Moment und werden nach der Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes für die Eurozone aller Voraussicht nach weiter sinken. Dennoch bleibt das Tagesgeld auf der anderen Seite immer eine der Ausnahmeerscheinungen im Bereich Geldanlage. Dies liegt an den denkbar guten Konditionen für Tagesgeldkonten, die nichts mit der Höhe der Zinsen zu tun haben: die große Flexibilität und die schnelle Verfügbarkeit des Geldes. Für Tagesgelder gibt es nach wie vor in der Regel keine Kündigungsfrist, wodurch das so angelegte Geld meist recht schnell wieder auf das eigene Konto, das heißt, das Girokonto, das als Referenzkonto gilt, zurückgebucht werden kann. Dies bedeutet eine deutlich besser Verfügbarkeit als beispielsweise bei einem Sparbuch, und anders als ein Aktiendepot kann ein Tagesgeldkonto zudem kostenlos gehalten werden.

Dennoch wird in den nächsten Monaten möglicherweise eine steife Brise in Sachen Tagesgeldzinsen wehen. Weiter sinken werden diese aller Wahrscheinlichkeit nach, wie tief es nach unten geht mit den Zinsen für Tagesgeldkonten wird sich jedoch zeigen müssen.

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