Tagesgeld Zinsentwicklung im Juni 2016 – wird sich etwas ändern an den niedrigen Zinsen?

Der Mai ist fast zu Ende, und es geht schnellen Schrittes in die Mitte des Jahres. Nach wie vor sind viele Sparer verzweifelt ob der niedrigen Zinsen für Sparbücher und Tagesgeldkonten. Wie wird die Tagesgeld Zinsentwicklung im Juni 2016 aussehen, ist für viele die große Frage. Wird sich endlich etwas ändern an den niedrigen Zinsen? Oder geht es mit den Zinsen für kurzfristige Spareinlagen, Sparkonten und Sparbücher sogar noch weiter in den Keller?

Der Leitzins = Orientierungspunkt für die Sparzinsen

Während in den USA wohl die nächste Leitzinserhöhung ansteht, dies hat die US-Notenbank bereits verlauten lassen, aufgrund einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und der Arbeitsmarktzahlen. Sieht die Lage in der Euro-Zone ganz anders aus. Hier liegen die Preise wieder im Keller, die Inflationsraten sind niedrig, zum Teil sogar im Minus, und an der Kreditvergabe an Unternehmen hat sich trotz des historisch niedrigen Leitzinssatzes nichts geändert.

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Im März dieses Jahres wurde der Leitzins durch die Europäische Zentralbank auf 0,00 Prozent gesenkt. Eine Zinswende ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Was zugleich bedeutet, da der Leitzins als Orientierungspunkt für die Sparzinsen gilt: die Zinsen für Sparbücher und Spareinlagen, und auch für Tagesgeldkonten, werden in den nächsten Monaten wohl eher nicht steigen.

Vereinzelte Anbieter locken mit höheren Zinsen

Die unterschiedliche Lage bei den Zinsen für Tagesgeldkonten ergibt sich aus der unterschiedlichen Strategie der einzelnen Banken. Während zahlreiche Banken nur noch Minizinsen für täglich fällige Einlagen bieten, und Unternehmen inzwischen teilweise sogar Negativzinsen für ihre Tagesgeldkonten bezahlen müssen. Gibt es andere Anbieter, die immer noch um die 1,00 Prozent für Tagesgeldanlagen bieten. Bei diesen gibt es zum Teil eine Zinsgarantie von wenigen Monaten, danach sinkt der Zinssatz für das Tagesgeld zum Teil deutlich. Andere hingegen bieten eine variable Verzinsung an.

Nach wie vor hervorstechend ist das Consorsbank Tagesgeld, bei dem es eine Zinsgarantie von 12 Monaten gibt, für die angebotenen 1,00 Prozent.

Tagesgeld und Festgeld – wann kommt die Zinswende?

Vor 2017 ist eine Zinswende der EZB, in deren Folge die Zinsen für Tagesgeldkonten und Festgeldanlagen wieder steigen dürften, kaum zu erwarten. Angesichts der Geldpolitik der europäischen Notenbank könnte die Zinswende gar erst im Jahr 2018 kommen. Der Leitzins dürfte damit bis auf Weiteres auf null Prozent bleiben, und die Sparzinsen entsprechend niedrig.

Verbraucher profitieren von niedrigen Kreditzinsen

Eine Medaille hat immer zwei Seiten, dies ist auch beim Leitzins so. Der Hauptrefinanzierungssatz für die Bank gilt nicht nur als Orientierungspunkt für die Sparzinsen, sondern auch für die Kreditzinsen.

Solange der Leitzins niedrig ist, können Kreditnehmer in Deutschland von niedrigen Zinsen für Ratenkredite profitieren. Keine Auswirkung hat der Leitzins auf die Bauzinsen. Diese haben die Pfandbriefkurve als Orientierungspunkt, die Zinsen für Baufinanzierungen sind deshalb nicht aufgrund des niedrigen Leitzinssatzes so niedrig, sondern aufgrund der DGZF-Pfandbriefkurve. Geht diese nach oben, steigen die Zinsen für Baukredite wieder, unabhängig davon, wie hoch der Leitzinssatz ist.

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