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Tagesgeld ist trotz niedriger Zinsen die meistgenutzte Art des Sparens

1 August 2017 Keine Kommentare

Die reale Verzinsung für Tagesgelder sinken stetig weiter. Dennoch haben Deutschlands Sparer im Durchschnitt 14.900 Euro pro Kopf auf Tagesgeldkonten liegen Dies zeigt der aktuelle comdirect Realzins-Radar. Gegenüber der Investition in Aktien, in welche Bundesbürger im Durchschnitt rund 3.500 Euro anlegen, ist dies ein deutlicher Unterschied. In Spareinlagen wie Sparbuch und Prämiensparen, haben die Verbraucher in Deutschland im Durchschnitt aktuell etwa 7.100 Euro angelegt.

Tagesgeld die Nummer 1 der Anlageformen

Das Tagesgeld hat dem Sparbuch damit längst den Rang abgelaufen. Auch wenn die Tagesgeldzinsen je Bank bei null liegen können. Legen die Bundesbürger weiter munter auf ihrem Tagesgeldkonto an.

Der Grund hierfür dürfte auf der Hand liegen: die schnelle Verfügbarkeit des Tagesgelds. Das auf einem Tagesgeldkonto angelegte Geld kann schnell wieder abgerufen, und aufs Girokonto zurückgebucht werden. Dies ist einer der Gründe, der trotz niedriger Zinsen nach wie vor für ein Tagesgeldkonto spricht.

Tagesgeld ist trotz niedriger Zinsen die meistgenutzte Art des Sparens © comdirect

Matthias Hach, Leiter Brokerage bei comdirect über die Ergebnisse des comdirect Realzins-Radar: „Natürlich ist es sinnvoll, einen gewissen Teil des Ersparten täglich verfügbar zu halten. Der Preis für diese Flexibilität ist jedoch ein realer Wertverlust. Denn gerade bei Tagesgeld sind die Zinsen im Sinkflug – der Realzins notiert deutlich im Minus.“ Hach weiter: „Die Deutschen erzielen somit also keine Rendite, sondern machen Verlust. Gleichzeitig steigt das Volumen von Tagesgeldkonten immer weiter. In den vergangenen neun Jahren ist es um elf Prozent gewachsen. Das ist paradox.“


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