ÖKO-TEST Sichere ökologische Geldanlagen

Wie sauber und zugleich rentabel können ökologische Geldanlagen wirklich sein? Die Zeitschrift ÖKO-TEST hat für ihre neue Ausgabe 72 Sparanlagen sowie 52 nachhaltige Investmentfonds unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass Fonds nicht immer auch das enthalten, was draufsteht. So überzeugten lediglich neun (!) der Fonds mit ihrer „ethisch-ökologisch einwandfreien Anlagepolitik“, wie ÖKO-TEST heute erklärte. In anderen Fonds, die ihm Test nicht überzeugen konnten, fanden sich beispielsweise Aktien von Waffenproduzenten.

ÖKO-TEST Sichere ökologische Geldanlagen

„Waffenproduzenten und Umweltverschmutzer im Portfolio

Wer angesichts der Finanz- und Eurokrise nach einer sicheren und ethisch-ökologischen Spar- und Fondanlage sucht, sollte genau hinsehen. Denn nur wenigen Anbietern gelingt der Spagat zwischen einer wirklich sauberen und zugleich rentablen Anlage. Darauf macht das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST aufmerksam, das 72 Sparanlagen von Banken und 52 nachhaltige Investmentfonds analysiert hat.

Die Nachhaltigkeits- und Kirchenbanken müssen sich mit ihren Sparanlagen nicht verstecken. Die Erträge liegen auf dem gleichen Niveau wie bei herkömmlichen Instituten. Allerdings sind sie nicht sehr üppig, was an der momentanen Niedrigzinsphase liegt. Die beste Offerte beim Tagesgeld macht derzeit die niederländische Triodos Bank mit einem Zins von 1,15 Prozent. Das ist jedoch kaum ein Inflationsausgleich.

Um etwas höhere Erträge bei begrenztem Risiko zu erzielen, rät ÖKO-TEST Anlegern, sichere Zinsanlagen bei grünen Banken mit erstklassigen nachhaltigen Aktienfonds zu kombinieren. Doch die Fondsangebote sind manchmal nicht so grün, wie sie auf dem ersten Blick scheinen. Nur neun überzeugten die Tester mit ihrer ethisch-ökologisch einwandfreien Anlagepolitik. In anderen Fonds fand ÖKO-TEST dagegen Aktien von Waffenproduzenten oder Konzernen, die zu den weltweit größten Luft- bzw. Wasserverschmutzern gehören. Auch steckte in einem Ethik-Fonds die Aktie von Gold Fields Ltds., ein Minenunternehmen, das wegen Zyanid-Entsorgung in Flüssen und auf Farmland sowie Vergiftung von Grund- und Trinkwasser durch Goldminen in Ghana bekannt ist.

Wenigstens zeigt sich die Fondsbranche transparent: Alle untersuchten Fondsanbieter legten nicht nur ihr Auswahlverfahren, sondern auch die Anlagekriterien und Details zur Umsetzung offen. Immerhin 14 gaben dabei an, dass sie die von ÖKO-TEST vorgegebenen Mindestkriterien wie den Ausschluss von Atomaktien beachten. Diese strengen Auswahlverfahren sind, wie der Test zeigt, kein Renditenachteil: Verglichen mit konventionellen Fonds schlagen sich die Ethik-Anlagen wacker oder schneiden sogar besser ab.

Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2012 gibt es seit dem 28. September 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.“

Quelle Pressemitteilung: ÖKO-TEST

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