Flossen Drogengelder auf den Interbankenmarkt?

Die Vorwürfe wiegen schwer, die der Leiter des ONUDC nun öffentlich gemacht hat. Das Uno-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung will herausgefunden haben, dass im Laufe des vergangenen Jahres, in der Hochphase der Finanzmarktkrise, Milliarden an Drogengeldern so einige Banken gerettet haben sollen.

Im britischen „Observer“ ließ der ONUDC-Chef Antonio Maria Costa Übles und fast Unfassbares verlauten: „In many instances, the money from drugs was the only liquid investment capital.“, „größtenteils war das Drogengeld das einzige flüssige Investitionskapital“ zu dem Zeitpunkt, in dem kaum noch Geld da war auf dem Interbankenmarkt, das flüssige Investitionskapital aber dringend benötigt wurde.

Costa benannte keinen Länder und keine Banken, da er der Ansicht ist, die Aufgabe des „UN Office on Drugs and Crime“ sei es, Probleme, die auftreten, öffentlich zu machen, nicht aber, die Schuldigen an den Pranger zu stellen. Dennoch gibt es laut Costa Hinweise darauf, dass einige Banken überhaupt nur durch die Drogengelder gerettet werden konnten.

Ein Sprecher der „British Bankers‘ Association“, der ebenfalls vom „Observer“ interviewt wurde, wies die Vorwürfe Costas zurück. „There was clearly a lack of liquidity in the system and to a large degree this was filled by the intervention of central banks.“, stellte er klar. „Da war sicher ein Lücke in der Liquidität des Systems, diese wurde aber zum größten Teil durch die eingreifenden Maßnahmen der Zentralbanken ausgefüllt“.

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