Wichtige Versicherungsarten für Privatleute

Zahlreiche Versicherungsanbieter überschwemmen den europäischen und natürlich auch den deutschen Markt. Dabei werden zahlreiche verschiedene Versicherungen angeboten – nicht selten aber hat der Kunde dabei das Problem, dass er zahlreiche Leistungen ohne es zu bemerken doppelt versichert hat. Deshalb haben wir die wichtigsten Versicherungsarten für Privatleute angesehen für unsere Leser unter die Lupe genommen.

Die bekanntesten und wohl am meist genutzten Versicherungen sind in Deutschland die KFZ-Haftpflichtversicherungen. Diese ist auch, anders als die Privathaftpflicht, eine Pflichtversicherung, die im Gesetz festgeschrieben ist. Dabei gibt es eine Teilkasko, aber auch eine Vollkasko. Der Unterschied besteht im Wesentlichen darin, dass die Vollkasko nur wenige Euro im Monat mehr kostet, aber einen umfassenderen Schutz bietet. Die Teilkasko versichert hingegen nur einen Bruchteil des Werts und zielt zudem oftmals auch auf eine Eigenbeteiligung. Bei Neuwagen sollte deshalb möglichst eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden, um den Schaden in voller Höhe ersetzt zu bekommen.

Neben der KFZ-Haftpflichtversicherung gibt es in Deutschland auch noch die Rentenversicherung, in die automatisch jeder Arbeitnehmer einzahlt. Zusätzlich können sich Arbeitnehmer, Alleinerziehende, Angehörige von Angestellten, die in die Gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und Erwerbslose im Rahmen der Riester-Rentenversicherung versichern und bestimmen daher dann auch selbst, wie hoch ihre zusätzliche private Rente ist.

Kaum bekannt aber sehr nützlich für Tierbesitzer ist die sogenannte Haustierversicherung. Diese schützt den Besitzer vor jeglichen Schäden, welche das Tier anrichtet. Doch Vorsicht: Kleintiere wie Katzen, Schildkröten, Ratten und Hamster sind in der Regel über die Hausratversicherung kostengünstig(er) mitversichert. Nur Hunde müssen meist extra versichert werden. Wer hier bei seiner Versicherung anfragt, bekommt unter Umständen aber eine günstige Paketversicherung. Für Pferde gibt es noch die Pferdeversicherung, welche zwar unter den Begriff Tierversicherung fällt, allerdings ist sie eine eigenständige Versicherung.

Die Haftpflichtversicherung gehört in Deutschland zu den obligatorischen Versicherungen, da sie für sämtliche unbeabsichtigte Schäden aufkommt und den Versicherten somit bei einem schweren Schadensfall vor einem finanziellen Fiasko schützt. Die Haftpflichtversicherung zahlt jedoch nicht nur bei Sachschäden, sondern auch bei Personenschaden und stellt im Zweifelsfall meist einen Anwalt zur Verfügung.

Weiterhin zu empfehlen sind unter Umständen eine Rechtsschutzversicherung (welche bei der Haftpflichtversicherung auch enthalten sein kann, dies sollte jedoch vertraglich genauer geprüft werden), sowie eine Hausratversicherung, welche Schäden im eigenen Haushalt begleicht, zum Beispiel bei Diebstahl und Einbruch und Ähnliches. Bei der Hausratversicherung kann auch ein Schutz bei Hochwasser, Sturm und Erdbeben enthalten sein, die ist jedoch nicht immer der Fall, oftmals muss gerade in gefährdeten Gebieten eine zusätzliche Versicherung für Schäden durch Naturgewalten abgeschlossen werden.

Zudem gibt es noch die BU, die Berufsunfähigkeitsversicherung, die eine wichtige Rolle spielen sollte, um sich vor allem gegen die Folgen von Krankheit und (selbstverschuldeten) Unfällen abzusichern und im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht sein gesamtes Einkommen zu verlieren.

Wichtig ist es, die Versicherungsverträge richtig zu lesen, damit auch all das abgedeckt ist, was versichert werden soll – um nicht am Ende unterversichert zu sein, und dann doch für die entstandenen Schäden ganz oder teilweise aufkommen zu müssen.

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