Niedrige Zinsen für Baukredite und Immobilienkredite – Steigende Steuern und Gebühren

Die Zinsen für Baukredite und Immobilienkredite sind weiter niedrig, wenn auch teilweise ein Anstieg bemerkt wird. Die niedrigen Zinsen, von denen künftige Bauherren und Immobilienkäufer profitieren können, stehen dabei steigenden Gebühren und Steuern beim Immobilienkauf entgegen. Die Finanzexperten der ING-DiBa haben dazu einige Informationen aufbereitet, die wie wir finden, durchaus wichtig für Kreditnehmer und zukünftige Eigenheimbesitzer sind.

Steigende Steuern und Gebühren beim Immobilienkauf

„Clever ein paar tausend Euro sparen

Wer seinen Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen will, hat derzeit einen großen Vorteil: Die Zinsen bewegen sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Das macht für Kreditnehmer den Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung erschwinglicher. Die Nebenkosten beim Kauf einer Immobilie sind dagegen kürzlich gestiegen. Seit Anfang August gilt zum Beispiel eine neue Kostenordnung für Notare. Die beim Erwerb eines Objektes fälligen Notargebühren erhöhen sich dadurch zum Beispiel beim Kauf einer 200.000-Euro-Immobilie um gut 200 Euro.

Für Notar- und Grundbuchamtskosten sind somit bis zu 2 Prozent des Kaufpreises zu veranschlagen. Hat ein Makler das Objekt vermittelt, wird außerdem eine Provision je nach Bundesland zwischen 3,75 bis 7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer fällig.

Das ist aber noch nicht alles: Auch bei der Grunderwerbsteuer müssen Eigenheim-Käufer mit höheren Nebenkosten kalkulieren, zumindest in einigen Bundesländern. Der früher bundesweit einheitliche Satz von 3,5 Prozent des Kaufpreises gilt nur noch in Bayern und Sachsen. Andernorts wird deutlich stärker zur Kasse gebeten: Spitzenreiter ist derzeit das Saarland mit 5,5 Prozent. Zum 1. Januar 2014 wollen auch andere Bundesländer an der Steuerschraube drehen. In Berlin wird dann ein Steuersatz von 6 Prozent gelten, in Schleswig-Holstein von sogar 6,5, in Bremen von 5,5 statt derzeit 4,5 Prozent. Auch Niedersachsen will erhöhen.

In diesen Bundesländern werden die Nebenkosten des Immobilienkaufs damit erheblich steigen. So sind für ein 300.000-Euro-Objekt in Schleswig-Holstein derzeit noch 15.000 Euro an den Fiskus abzuführen. Vom 1. Januar 2014 an zwackt das Finanzamt schon 19.500 Euro ab. Wer also plant, in diesen Bundesländern eine Immobilie zu erwerben, sollte den Kauf, wenn möglich, bis Ende des Jahres unter Dach und Fach bringen. Dadurch lassen sich zwischen 0,5 Prozent und 1,5 Prozent des Objektpreises an Steuern sparen.

Clevere Bankkunden nutzen auch andere legale Steuerkniffe:

Bei gebrauchten Immobilien lässt sich der Gegenwert von mitgekauften Einrichtungsgegenständen, wie etwa einer Küche, vom steuerlich relevanten Kaufpreis abziehen.

Kaum bekannt ist, dass auch beim Verkauf von Immobilien zwischen Personen, die in gerader Linie direkt verwandt sind, also etwa Eltern und Kinder oder Ehepaare, keine Grunderwerbsteuer anfällt. Gleiches gilt bei Erbschaft oder Schenkungen. Diese unterliegen jedoch der Erbschaft- und Schenkungsteuer.“

Quelle: ING-DiBa Finanzwissen kompakt

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