Ergänzung zur Gesetzlichen Pflegeversicherung wird immer wichtiger: Alles zum Thema Pflegezusatzversicherung

Das Thema Pflege und Pflegeversicherung ist derzeit ein großes Thema, und wird es wohl in den kommenden Jahren noch verstärkter werden. Auch in den Koalitionsverhandlungen spielte es eine große Rolle, die Beiträge zur Gesetzlichen Pflegeversicherung werden  in zwei Stufen steigen, doch die Pflegelücke wird dennoch immer größer werden, was für viele eine zusätzliche private Pflegeversicherung erforderlich macht.

Pflegezusatzversicherung – wozu ist sie gut?

Pflege und Pflegeversicherung betreffen hauptsächlich alte Menschen. Das ist ein Irrtum, der sich hartnäckig hält. Schon ein Unfall oder eine plötzliche Krankheit kann auch junge Menschen plötzlich in die Situation versetzten, auf Pflege angewiesen zu sein. Die gesetzliche Pflegeversicherung hilft in diesem Fall, aber die Lücke zwischen den anfallenden Kosten und den Leistungen aus der Pflegeversicherung bleibt bestehen. Sie zu schließen hilft eine Pflegezusatzversicherung.

Seit Januar 2013 gilt das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG). In ihm ist auch die staatliche Förderung der privaten Vorsorge geregelt. Die Pflegetagesgeldversicherung wird unter bestimmten Bedingungen gefördert.

Drei Arten der Pflegezusatzversicherung

– Pflegerentenversicherung
– Pflegekostenversicherung
– Pflegetagegeldversicherung

Sie unterscheiden sich grundsätzlich voneinander.

Die Pflegerentenversicherung ist eine Lebensversicherung, die im Pflegefall einen vorher vereinbarten Betrag monatlich auszahlt. Das Geld ist frei verfügbar. Bei der Pflegekostenversicherung ist der ausgezahlte Betrag an die entstehenden Pflegekosten gebunden. Das Pflegetagesgeld ist wiederum nicht an einen Verwendungszweck gebunden und kann staatlich gefördert werden.

Informationen zu Pflegezusatzversicherung

Die Thematik ist sehr komplex, weshalb oft Unterstützung bei der Auswahl der richtigen Versicherungsform und des Anbieters helfen kann. Die Internetseite www.pflegeversicherung-tarif.de beispielsweise fasst die Fakten zusammen und bietet einen Online-Vergleichsrechner an.

Die eigenen Bedürfnisse mit der passenden Pflegezusatzversicherung absichern

Die verschiedenen Arten der Pflegezusatzversicherung machen die Entscheidung, welche die richtige ist nicht leichter. Die Pflegerentenversicherung ist eine Police, die die größte Flexibilität bei der Verwendung erlaubt. Der Auszahlungsbetrag wird bei Abschluss vereinbart. Wie viel bei welcher Pflegestufe oder Bedürftigkeit ausbezahlt wird, ist in der Police festgelegt. Soll die Differenz zwischen den anfallenden Kosten und der Differenz zu den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung abgedeckt werden, ist die Pflegekostenversicherung die erste Wahl. Hier sind die Leistungen zweckgebunden. Den größten Spielraum in der Ausgestaltung der Policen biete die Pflegetagegeldversicherung. Die Auszahlung ist nicht zweckgebunden und die Höhe wird beim Abschluss vereinbart. Soll die staatliche Förderung in Anspruch genommen werden, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. So darf keine Gesundheitsprüfung gefordert, niemand aus der Versicherung ausgeschlossen und kein Risikoaufschlag erhoben werden. Die Förderung beantragt die Versicherungsgesellschaft.

Eine Pflegezusatzversicherung hilft finanzielle Risiken zu verkleinern

Die Pflege ist teuer, auch junge Menschen können zum Pflegefall werden und Demenz ist ein Risiko, das bisher nicht von der Pflegeversicherung abgedeckt ist. Das sind die Motivationen für das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG). Sich gründlich zu informieren und entsprechend zu versichern hilft, sich keine Sorgen mehr machen zu müssen.

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