Zinsen für Baukredite auch 2013 günstig?

Es ist die gute Nachricht, die zukünftige Hausbauer zum Ende dieses Jahres erhalten: auch im kommenden Jahr dürften die Bauzinsen nur leicht steigen, die Zinsen für Baukredite werden aller Voraussicht nach auch 2013 günstig bleiben. Damit werden auch in den nächsten Monaten die Baufinanzierungen deutlich günstiger als die ganzen Jahre zuvor zu haben sein, was dem allgemeinen Trend zum Eigenheim aufgrund steigender Mieten nur entgegenkommt.

ING-DiBa Finanzexperten-Prognose: Baugeld bleibt 2013 weiter günstig

„Für angehende Häuslebauer und Wohnungskäufer gibt es gute Nachrichten: Die Hypothekenzinsen dürften im nächsten Jahr nach der Einschätzung von führenden Bank-Experten weiter sehr niedrig sein. „Die Zinsen für Baufinanzierungen bleiben auch 2013 attraktiv“, ist Carsten Brzeski, Senior Economist der ING-DiBa in Brüssel, überzeugt. Der deutsche Immobilienmarkt hat seiner Ansicht nach in diesem Jahr erneut von der Euro-Krise profitiert. Die anhaltende „Flucht in Sicherheit“ hätte dazu beigetragen, die Hypothekenzinsen auf historischen Tiefständen zu lassen. „Weitere Schritte zur politischen Union und zur Vergemeinschaftung von Schulden könnten 2013 zu einer leichten Steigerung der Zinsen führen“, prognostiziert der ING-DiBa-Fachmann. „Die nachlassende Konjunktur und nur geringe Inflationsgefahren sollten jegliche Steigerungen jedoch stark begrenzen.“

In den vergangenen Jahren erfüllten sich immer mehr Menschen in Deutschland den Traum von den eigenen vier Wänden – nicht zuletzt wegen der günstigen Finanzierungsbedingungen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten 2011 rund 46 Prozent der Bundesbürger in eigenen Wohnungen oder Häusern. Im Jahr 2006 waren es nur 41,6 Prozent. Auch wenn die Eurokrise und die niedrigen Zinsen die Nachfrage nach Immobilien stark erhöht haben und vor allem in Großstädten deutliche Preissteigerungen zu verzeichnen waren, rechnen Experten wie der ING-DiBa-Ökonom Brzeski aber mit keiner Immobilienblase in Deutschland. „Am konservativen und vorsichtigen Spar- und Finanzierungsverhalten der Deutschen hat sich nichts geändert“, sagt er. „Die Gefahren einer landesweiten Blase sollten daher gering bleiben.“

In einer aktuellen Umfrage zur Immobilienfinanzierung bat die ING-DiBa die interessierte Bevölkerung um eine Zinsprognose für die kommenden sechs Monate. Von den von TNS repräsentativ befragten 1.000 Bundesbürgern gaben 43 Prozent an, sich „häufig“ oder „gelegentlich“ über die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen zu informieren. Von diesen sagte jeder zweite Befragte, er rechne mit einem stagnierenden Zinsniveau. 36 Prozent gehen von steigenden, aber nur drei Prozent von stark steigenden Hypothekenzinsen aus. Eine abweichende Meinung zur Expertenprognose haben lediglich neun Prozent der Befragten, die von erneut fallenden Zinsen ausgehen. Mit stark sinkenden Zinsen rechnet aber realistischerweise niemand.“

Quelle: ING-DiBa Finanzwissen kompakt

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