Wird die Euro-Rettung zum Fass ohne Boden?

Die Eurokrise scheint nicht zu stoppen. Bislang war der Euro-Rettungsschirm begrenzt, nun aber droht ein Fass ohne Boden, ein Rettungsschirm ohne Begrenzung nach oben. Experten sehen bereits die Gefahr einer Hyperinflation auf uns zukommen.

Unbegrenzt Kredite bei der Europäischen Zentralbank soll es nach dem Willen von Italien und Frankreich geben, um die Eurozone aus der Krise zu retten. Dies berichtet heute zumindest die „Süddeutsche Zeitung“ und schreibt: „In der Euro-Zone gibt es nach Informationen der Süddeutschen Zeitung Bestrebungen, den künftigen Schutzschirm ESM mit einer praktisch unbegrenzten Feuerkraft auszustatten. Dazu soll es dem ESM erlaubt werden, ohne jedes Limit Kredite bei der Europäischen Zentralbank (EZB) aufzunehmen.“ Befürworter sollen neben den beiden genannten Staaten auch einige Mitglieder des EZB-Rats sein, was angesichts der an diesem Donnerstag stattfindenden Ratssitzung eine besondere Brisanz hat.

Bislang wehrt sich Deutschland gegen diesen Schritt – zumal dieser auch die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank gefährden würde. Doch wie Mario Draghi, der EZB-Chef, dieser Tage bereits ankündigte, will die Europäische Notenbank alles dafür tun, die Eurozone zu retten. Doch so gut gemeint die Rettung auch sein mag, unbegrenzte Kredite für den ESM und damit für die die Schuldenstaaten und ein Fluten des Marktes mit Geld bringt die Gefahr einer Großen Inflation mit sich. Und dies nicht nur für die Krisenstaaten in der Eurozone, sondern gerade auch für die Retterstaaten, von denen Deutschland der größte ist.