Was die US-Regierung und die Deutsche Bank mit dem Dax zu tun haben

Wer heute die Aktienkurse des Dax verfolgt hat, der mag fast ins Staunen gekommen sein. Nach einer Abwärtsfahrt Richtung der 6.000 Punkte ging es heute wieder bergauf. Zu verdanken hat dies der Deutsche Aktienindex ganz besonders zwei Faktoren. Das eine ist seit gestern Tatsache  – die Übernahme der Kontrolle über die Geschäfte von Fannie Mae und Freddie Mac. Das andere ist noch ein Teil der Gerüchteküche, könnte aber bald Tatsache werden, wenn man den Gerüchten trauen kann – die Übernahme eines Viertels der Postbank AG durch die Deutsche Bank.

Beide Faktoren haben den Dax heute wieder nach oben getrieben und zeigen damit, dass die Anleger nur auf positive Nachrichten gewartet haben. Wäre die Kontrollübernahme nicht erfolgt durch die US-Regierung, wäre es möglicherweise zu einem Zusammenbruch der US-amerikanischen Wirtschaft gekommen. Und damit höchstwahrscheinlich zu schweren Schwankungen des globalen Finanzsystems. Das andere ist das monatelange Warten, dass sich endlich etwas tut bei der Postbank und ebenso bei der Deutschen Bank. Die aufkommenden Gerüchte beziehen nun beide ein, und treiben deren Aktien nach oben, ebenso wie die der Post AG als Muttergesellschaft der Postbank.

Nun mag vielleicht der eine oder andere sagen: Was sind schon Gerüchte? Sie treffen sowieso nur selten oder als kleiner Kern der großen Wahrheit zu! Diese Weisheit mag im alltäglichen Leben gelten, nicht jedoch in der Finanzwelt. Gerüchte, die hier auftauchen, bewahrheiten sich früher oder später ganz oder zumindest teilweise oder sehr ähnlich. Genau aus diesem Grunde ist auch wirklich, sich zu informieren, wenn man sein Geld in Aktien anlegen möchte, als Großaktionär oder als Kleinanleger. Wer gut informiert ist, der hat auch mehr Überblick und gewinnt mehr, als dass er verliert.

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