US-Arbeitsmarkt im Fokus – Erhöht die Fed im September den Leitzins?

Die Welt der Leitzinsen geht weiter in zwei Richtungen. Während die US-Notenbank eine weitere Erhöhung des Leitzins in Aussicht gestellt hat, hat die Bank of England den Leitzins kürzlich erst gesenkt. Getrieben von der Angst um die Brexit-Folgen sank der Hauptrefinanzierungssatz für die Banken um 25 Basispunkte auf nur noch 0,25 Prozent.

Die Europäische Zentralbank hingegen hat den Leitzins bereits im März dieses Jahres auf 0,00 Prozent gesenkt. Ein Ende der Zinspolitik, und des Ankaufs von Staatsanleihen und Unternehmensanleihen durch die EZB ist noch lange nicht in Sicht.

Bislang hat jedoch keine der Maßnahmen der Europäischen Notenbank wirklich gegriffen im Kampf um die Preisstabilität. In der Eurozone werden nach wie vor viel zu wenig Kredite an Unternehmen vergeben. Die Wirtschaft der einzelnen Staaten anzukurbeln, damit die Verbraucherpreise in der Währungsunion gesamt wieder in Richtung der von der EZB anvisierten 2,00 Prozent gehen, erscheint jedoch nach wie vor unmöglich.

Folgt die Federal Reserve den Zahlen vom Arbeitsmarkt?

Am Freitag dieser Woche werden die US-Arbeitsmarktdaten für August 2016 veröffentlicht. Die Analysten gehen davon aus, dass die Arbeitslosenrate um 0,1 Prozent auf 4,8 Prozent gesunken sein wird. Bei der Zahl der neu geschaffenen Stellen sind die vom Wall Street Journal befragten Analysten jedoch weit weniger optimistisch. Gegenüber Juli 2016 mit 255.000 neu geschaffenen Stellen in den USA, gehen sie für August nur noch mit 175.000 neuen Stellen aus.

Die tatsächlichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt werden auch für die Federal Reserve, und die kommende Zinsentwicklung eine entscheidende Richtung vorgeben. Sind die Zahlen schlecht, könnte sich die kommende Leitzinserhöhung weiter hinziehen. Sind die Zahlen besser als die Erwartungen, könnte tatsächlich im September die nächste Erhöhung des Leitzinssatzes für die USA kommen.

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