Umschuldung eines Girokontos

Wer sein Girokonto überzogen hat, steckt oftmals vor dem Problem der Umschuldung des Girokontos. Da es nicht viele Alternativen gibt, sollte man erst einmal prüfen, ob es sich um eine geduldete oder eine vereinbarte Überziehung handelt.

Während die geduldete (aber nicht vereinbarte) Überziehung des Girokontos mit bis zu 20 Prozent Zinsen pro Jahr zu Buche schlagen kann, ist der vereinbarte Dispokredit dagegen meist erheblich billiger, als einige Alternativen.

Wer sein Konto ohne Genehmigung überzogen hat und sich dessen Konto länger im Minus befinden wird, der sollte mit seiner Bank ein Gespräch führen, ob es eine Möglichkeit zur Umschuldung gibt. Dabei gibt es die Möglichkeit, dass die Bank dem Kunden einen Dispokorrentkredit einräumt. Dadurch würden sich die Zinsen teilweise halbieren. Gleichzeitig gibt die Bank dem Kunden die Möglichkeit, monatlich einen fixen Betrag einzuzahlen und die Schulden damit zu verringern. Für die Zukunft bedeutet diese Umschuldung, dass der Kunde sein Konto jederzeit bis zum vereinbarten Dispokredit überziehen kann.

Der Vorteil der Umschuldung ist, dass dem Kunden keine Kündigung des Girokontos droht. Sehr häufig kündigen die Banken vorsorglich das Konto, falls das Konto nicht innerhalb einer gesetzten Frist wieder ausgeglichen ist.

Sofern die Bank keinen weiteren oder geduldeten Dispokredit einräumen will, kann man versuchen, einen üblichen Kredit zu erhalten. Dieser ist zwar nicht so flexibel, bietet allerdings den günstigsten Zinssatz. Bei einem normalen Kredit kann man der Bank eine Sicherheit, wie zum Beispiel ein KFZ-Brief oder das Haus bieten. Prinzipiell kann man der Bank alles an Sicherheit bieten, was im eigenen Besitz ist. Die Bank ist allerdings nicht verpflichtet, etwas als Sicherheit anzuerkennen.

Eine für Arbeitnehmer durchaus interessante Möglichkeit besteht übrigens noch in der Aufnahme eines Schweizer Kredits. Hierbei ist die Kreditsumme in der Regel auf maximal 3000 Euro fixiert. Auch bei der Rückzahlung und den Zinsen gibt es keinen Spielraum für Verhandlungen, was natürlich nicht für jeden das ist, was er sich wünscht. Dennoch bleibt es manchmal die einzige Möglichkeit, das bis an den Anschlag überzogene Girokonto umzuschulden, um nicht das Girokonto zu verlieren und dann erst einmal ohne jedes Konto dastehen zu müssen.

Eine Antwort auf „Umschuldung eines Girokontos“

  1. Hey,

    wir empfehlen auch immer die Alternative „vereinbarte Überziehung“.
    Alles zu einer Umschuldung im voraus planen ist doch in dieser Situation die bessere Variante als eine Umschuldung zu „dulden“.? Man kann sich genau auf das Finanzielle Budget einstellen und so einplanen wie Sie es im voraus planten. Und es wird auch nicht anders kommen wie bei einer Umschuldung die geduldet wird! Damit will ich sagen, auf der sichersten Seite sind Sie bei einer mit Ihrer Bank „vereinbarten Überziehung“.

    Gruß Janine L.

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