Steuersünder verklagt Bank – Die Liechtenstein-Saga geht weiter

Die Affäre Zumwinkel wird uns wohl nicht mehr loslassen. Der ehemalige Post-Chef ist über seine eigene Geldgier gestürzt, und flog dann auf. Nur ganz knapp am Knast vorbei gerauscht, wegen eines zu spät unterschriebenen Dokumentes, wird er nun für immer den Stempel „Steuersünder“ tragen. Und eigentlich dachten alle, die Steueraffäre Liechtenstein wäre Vergangenheit. Doch es kommt so anders, als man denkt…

Heute berichtet die „Financial Times Deutschland“, dass ein Steuersünder aus unseren Landen die Fürstenbank in Liechtenstein, die LGT, auf 13 Millionen Euro Schadensersatz verklagt haben soll. Warum? Weil der Datenklau, der dann letztlich die Steueraffäre auslöste, über die Klaus Zumwinkel und rund 700 andere deutsche Steuersünder dann gefallen sind, nicht an diesen Kunden weitergegeben wurde als Information.

„Zahlreiche Versäumnisse“ soll es seitens der LGT gegeben haben, und eine „fehlerhafte Beratung“. Dies schreibt zumindest die „FTD“. Ob dies dem Kläger hilft bei dem Prozess, der schon Mittwoch kommender Woche vor dem Landgericht Vaduz, dem Fürstensitz in Liechtenstein beginnen soll, helfen wird?

Die Frage ist: Wieso denkt der Kläger, er könne Geld zurück erhalten? Eine Information über den Datendiebstahl hätte ihm nicht geholfen, da die Daten damit so oder so weg gewesen wären. Logik ist anders, sagen wird hier. Aber Denken ist eben manchmal reine Glückssache.

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