Sparen mit hohen Zinsen nur noch mit Risiko möglich?

Die Zinsen für Sparbücher, Tagesgeld, Festgeldkonten und Bundesschatzbriefe sinken immer weiter. Allein bei Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit ist laut dem Bankenverband BdB „mit einem schleichenden Vermögensverlust“ zu rechnen. Das immer noch beliebte Sparbuch gibt inzwischen durchschnittlich nur noch 0,50 Prozent Zinsen jährlich her und führt damit ebenfalls zu einem Verlust.

„Schwere Zeiten für Sparer

Worüber sich Bauherren freuen, ist für Sparer zurzeit frustrierend: Die Zinsen in Deutschland sind niedrig wie nie zuvor. Da fragt sich so mancher, ob Sparen überhaupt noch lohnt? Für Bundesschatzbriefe und auf dem herkömmlichen Sparbuch beträgt die Verzinsung durchschnittlich höchstens ein halbes Prozent (siehe Grafik). Bei einer aktuellen Inflationsrate von rund zwei Prozent reicht das nicht, um das Vermögen real zu erhalten. Auch wer bereit ist, sein Geld in Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit anzulegen, muss mit einem schleichenden Vermögensverlust rechnen. Dies gilt erst recht, wenn auch noch die Abgeltungsteuer berücksichtigt wird, die grundsätzlich auf allen Kapitalerträgen lastet.

Wer für sein Vermögen eine höhere Rendite wünscht, muss bereit sein, gewisse Risiken in Kauf zu nehmen. So bieten Unternehmensanleihen und einige ausländische Staatsanleihen eine deutlich höhere Verzinsung, allerdings verbunden mit einem Emittentenrisiko – also der Gefahr, dass der Schuldner einer Anleihe später nicht in der Lage sein könnte, diese zurückzuzahlen – und gegebenenfalls auch Währungsrisiko. Wer generell das Risiko einer Aktienanlage nicht scheut und auch aufgrund seiner Vermögenssituation in der Lage ist, einen Teil seines Geldes mittel- bis längerfristig anzulegen, kann mit großen deutschen Standardaktien (Dax-Werte) attraktive Dividenden von im Schnitt etwa 3,5 Prozent erzielen. Doch Aktienanleger müssen Kursschwankungen aussitzen können und sollten sich vor der Auswahl der passenden Aktien oder Aktienfonds gut informieren und bei Bedarf beraten lassen.“

Schwere Zeiten für Sparer © Bundesverband deutscher Banken

Quelle Pressemitteilung und Grafik: Bundesverband deutscher Banken

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