Ratingagentur Moody´s stuft 15 Banken herab

Die Ratingagentur Moody’s Investors Service hat das Rating von 15 Banken und Wertpapierfirmen mit Anteil am globalen Kapitalmarkt neu eingestuft. Die Langzeit-Senior-Schuld-Ratings von vier dieser Institute wurden eine Stufe heruntergesetzt, das Rating von zehn Instituten wurde um zwei Stufen heruntergesetzt und ein Institut wurde um drei Stufen heruntergesetzt.

Zusätzlich wurde für vier Institute das Kurzzeit-Rating ihrer operierenden Betriebe auf Prime-2 herabgestuft. Alle dieser vier Institute haben nun auch ein Holdinggesellschaft-Kurzzeit-Rating von Prime-2. Die Kurzzeit-Ratings von zwei weiteren Holdinggesellschaften wurden ebenfalls auf Prime-2 herabgestuft.

„Alle Banken, die von den heutigen Aktionen betroffen sind, sind maßgeblich der Sprunghaftigkeit und dem Risiko übergroßer Verluste, wie sie Aktivitäten an den Kapitalmärkten anhaften, ausgesetzt“, sagt Moody’s Global Banking Managing Director Greg Bauer. „Trotzdem, sie sind auch an anderen, oft marktführenden Geschäftsaktivitäten beteiligt, die von zentraler Bedeutung für Moodys Bewertung ihrer Kreditprofile sind. Diese Aktivitäten können wichtige „Schock-Absorbierer“ bedeuten, die die mögliche Sprunghaftigkeit von Aktivitäten an den Kapitalmärkten abfedern könne, aber sie bedeuten auch einzigartige Risiken und Herausforderungen.“ Die spezifischen Kreditfaktoren für alle betroffenen Institute sind unten zusammengefasst.

Die heutige Rating-Aktion beschließt die am 15. Februar 2012 gestartete Revision, als Moody’s eine Rating-Revision ankündigte, die durch die Neueinschätzung der Sprunghaftigkeit und Risiken, denen Gläubiger von Firmen mit Anteil an den globalen Kapitalmärkten gegenüberstehen, nötig wurde. In der Vergangenheit haben diese Risiken bei vielen Institutionen zu einem Versagen geführt oder dazu, dass Hilfe von außen benötigt wurde, darunter auch einige Institute, die vom heutigen Rating betroffen sind.

Die heutigen Aktionen reflektieren allerdings nicht nur die Kredit-Bedeutungen von Tätigkeiten an den Kapitalmärkten. Sie reflektieren auch (i) die Größe und Stabilität von Einnahmen durch Nicht-Kapitalmarkt-Aktivitäten der jeweiligen Firma, (ii) Kapitalausstattung, (iii) Liquiditätspuffer und (iv) andere Abwägungen, darunter, wo zutreffend, Risiken durch den Einfluss der Betriebsbedingungen in Europa, jegliche Aufzeichnungen von Problemen des Risikomanagements und das Risiko durch den Einfluss US-amerikanischer Hypotheken, Realkrediten oder Bestandsaltlasten.

Übersetzung: Finanznews-123.de