Preise für Rohstoffe steigen weiter – Stärkerer Anstieg des HWWI-Rohstoffpreisindex

Wie das Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut, das HWWI, heute bekannt gab, ist ein weiterer Anstieg der Rohstoffpreise zu erkennen. Der seit drei Monaten ansteigende Verlauf hat sich im vergangenen Monat, im Mai 2009, noch verstärkt.

HWWI-Rohstoffpreisindex steigt stärker

Im Mai hat sich der seit drei Monaten andauernde Anstieg des HWWI-Rohstoffpreisindex beschleunigt. Der Monatswert in Euro erhöhte sich um 8,1 Prozent, nach 3,1 Prozent im März und 5,2 Prozent im April. Auf US-Dollar-Basis waren es wegen des schwächeren Dollars im Mai 12 Prozent, nach 5,3 und 6,2 Prozent in den Vormonaten. Vom Tiefpunkt im vergangenen Dezember stieg der Monatswert in Euro bis zum Mai um insgesamt 23,4 Prozent, in US-Dollar um 26,2 Prozent.

Der Auftrieb betraf die Mehrzahl der Rohstoffe. Die größte Preissteigerung gab es bei Erdöl, aber auch die Preise für Pflanzenöle und Ölsaaten, Zucker, Textilfasern, Kautschuk und NE- Metalle zogen stärker an. Dagegen wurden Kohle und Zellstoff billiger. Gegenüber dem Stand vor 12 Monaten waren die Euro-Rohstoffpreise im Mai durchschnittlich noch um 40 Prozent niedriger, die Dollarpreise sogar um 47 Prozent.

Die Tageswerte des HWWI-Index ohne Energie sind auf US-Dollar-Basis seit Anfang März mit nur wenigen Unterbrechungen weiter angestiegen. In Euro dagegen hat sich der Anstieg wechselkursbedingt im Mai nicht fortgesetzt.

Die Spotpreise für Brentöl, die sich in den ersten vier Monaten dieses Jahres in einem Preisband von 30 bis 40 Euro je Barrel bewegten, stiegen bis Ende Mai auf 45 Euro. Noch deutlicher war der Anstieg in US-Dollar, auf 65 Dollar Ende Mai. Bessere Wirtschaftsdaten, vor allem aus Asien, haben die Hoffnung auf eine raschere konjunkturelle Erholung als erwartet beflügelt.“

Quelle:
Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)