Neujahrsansprache: Kanzlerin Merkel sieht in 2010 ein schweres Jahr

Die Wirtschaftskrise hat einige von uns immer noch in ihren Klauen. Dies weiß auch die Kanzlerin, die in ihrer Neujahrsansprache betont, dass, auch wenn die Hoffnung bestünde, Deutschland würde die Krise meistern, nicht alles einfach werden wird.

„Wir können nicht erwarten, dass der Wirtschaftseinbruch schnell wieder vorbei ist. Manches wird gerade im neuen Jahr erst noch schwieriger, bevor es wieder besser werden kann“, sagte Merkel deshalb auch.

„Wir können mit guten Gründen hoffen, dass Deutschland diese Krise meistern wird“. Beitragen dazu sollen vor allem neue Regeln für die Finanzmärkte, an denen gearbeitet wird und die vor der Einführung stehen. Und die dazu dienen sollen, „die das Zusammenballen von Maßlosigkeit und Verantwortungslosigkeit in Zukunft rechtzeitig verhindern“.

Aber nicht nur die Wirtschaftskrise und die Probleme auf den Finanzmärkten beschäftigt die Kanzlerin zum Ende dieses Jahres. Auch das Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen hinterlässt seine Spuren. „In Kopenhagen haben wir guten Willen und Bereitschaft zum Handeln erlebt, aber leider eben auch viel Zögern und Eigensinn. Sich davon entmutigen zu lassen, das wäre denkbar falsch. Deutschland wird das nicht tun“.

Doch trotz aller schweren Worte, auch zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, dessen Auftrag es nun einmal sei, „Sicherheit und Stabilität in Afghanistan so zu schaffen, dass von dort nie wieder Gefahr für unsere Sicherheit und unser Wohlergehen ausgeht.“, geht sie in ihrer Neujahrsansprache noch einmal zurück zum wichtigsten Ereignis deutscher Geschichte in der Nachkriegszeit: Dem Fall der Mauer vor gut 20 Jahren. „Ohne den Mauerfall wäre mein Leben wie das aller DDR-Bürger völlig anders verlaufen“, sagt sie und es kommt dabei Gänsehaut auf, weil es, ohne es zu wollen, auch eine Mahnung zu Einheit ist, gerade in diesen schweren Zeiten. Denn die Neujahrsansprache der Kanzlerin endet mit einem: „Die Kraft der Freiheit und die Erfahrung des Miteinanders, 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre wiedervereintes Deutschland – das zeigt: Unser Land hat schon ganz andere Herausforderungen bewältigt. Deshalb können wir auch die Herausforderungen unserer Generation meistern.“ Die Hoffnung und die Gemeinschaft werden uns tragen, vielleicht ist es gerade das, was wirklich zählt in einer Zeit wie dieser…

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