Neues Allzeithoch beim DAX in weite Ferne gerückt?

Der DAX ist heute im Minus, und bewegt sich aktuell fast 90 Punkte unter der magischen Marke von 12.000 Punkten. Ist der Traum von einem neuen Allzeithoch damit schon wieder ausgeträumt? Es mag so erscheinen, ist doch die Zukunft der Zinsen erneut ungewisser denn je. Das Ende der Niedrigzinsphase schien eingeläutet, doch statt der Zinswende könnte es sogar zu einem neuen historischen Tiefststand der Zinsen kommen.

DAX Stand 24. Februar 2017, 10:09:13 Uhr 11.911,28 Punkte, Minus von 36,55 Punkten und 0,31 Prozent.

Dazu passend der heutige Marktkommentar von Jochen Stanzl von CMC Markets:

„War’s das mit der 12.000? – DAX mit riskantem Wendemanöver
Jochen Stanzl, 24. Februar 2017

Die Marke von 12.000 Punkten hat der Deutsche Aktienindex geknackt, mehr ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht drin. Der Katalysator Euro verwehrt zum Wochenschluss seinen Dienst und der DAX bröckelt wieder ab. Gestern verlor der Index am Nachmittag weiter, während die Wall Street gleichzeitig neue Allzeithochs ausbildete. Charttechniker sprechen hier von einer negativen Abkopplung. Das ist ein mögliches Wendesignal für den DAX.

Es war im Dezember vergangenen Jahres nicht die starke Wall Street, nicht Trump und auch nicht das Italien-Referendum, das den DAX im Dezember aus seiner lethargischen Seitwärtsphase aufweckte. Es war vielmehr die Erwartung, dass die Lockerungen in der Geldpolitik der EZB dazu führen, dass der Euro schwächer wird. Das ist nicht geschehen. Der Euro hat sich in der ganzen Zeit nicht wirklich bewegt. Der Versuch, ihn auf die Parität zum Dollar zu drücken, schlug fehl. Und beim US-Dollar mehren sich im Gegenzug nun die Signale, dass die Rally vorerst beendet sein könnte.

Interessanterweise fallen jetzt auch wieder die Zinsen in Deutschland. Der Bund Future brach gestern aus einer Bodenbildungsformation nach oben aus, deren Ziel neue historische Zinstiefs in Deutschland möglich werden lässt. Die Nachrichten über den Tod der Tiefzinsphase in Deutschland könnten also verfrüht gewesen sein. Sollte es zu einem erneuten Absturz der Zinsen kommen, könnte das gerade die Bankaktien empfindlich treffen, da selbige ja gerade aufgrund der Hoffnung auf eine Normalisierung des Zinsumfeldes gestiegen sind.

Wir befinden uns also gerade an einer möglichen Wende an den Märkten, die ein Hoch bei Aktien, ein Tief beim Euro und wieder fallende Zinsen bringen könnte.“

Quelle CMC Markets, der nach eigenen Angaben führende Anbieter von CFDs in Deutschland.

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