Macht und Verantwortung – Was ist eigentlich „Macht“?

Die Finanzkrise zieht sich inzwischen länger als ein Jahr dahin, und sie überzieht auch die ganze Welt mit finanziellen Einbrüchen, mit Verlusten, mit wirtschaftlichen Problemen und und und. Kein einziges Land kann sich mehr dem Drama der Krise der Finanzwirtschaft entziehen, die kleinen Länder sind ebenso betroffen wie die großen Wirtschaftsnationen USA, Russland, die gesamten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und auch China. Diese Krise wird die Welt verändern, dies ist inzwischen sicher. Ein Aufwachen ist nun erforderlich, ein Umdenken, das Gehen neuer, anderer Wege, die verantwortungsvoll sind und nicht durch die Gier bereitet werden, sondern aus der Sichtweise, dass Macht auch Verantwortung bedeutet.

Was Macht nicht ist, wird sehr gut in dem Buch „Die 7 Säulen der Macht“ von Suzanne Grieger-Langer beschrieben: „Macht wird allzu oft als etwas Negatives betrachtet. Für die meisten Menschen bedeutet Macht in erster Linie Ausbeutung und mächtig sein wird gleich gesetzt mit gemein sein. Anscheinend hat ein Großteil der Bevölkerung eine ganze Menge unangenehmer Erfahrungen angesammelt, um eine solche Einstellung zu gewinnen. Von Machtinhabern wird berichtet, dass einige >über Leichen gehen<, >sie zwar viel Geld haben, aber einsam im Tower sitzen< oder >bald den Herzinfarkt bekommen werden<. Was hier beschrieben wird ist keinesfalls Macht. Hier wird Ohnmacht beschrieben, die vorgibt, stark zu sein. Und das ist es, was wir tagtäglich erleben – in den Medien, im Büro, zu Hause – eine sich stark präsentierende Ohnmacht. Sie ist so allgegenwärtig, dass wir glauben, sie sei die Macht. Ein positives Bild von Macht ist nicht mehr vorhanden oder über viele unangenehme Begegnungen mit Ausbeutern auf der Strecke geblieben. Mehr und mehr gewöhnen wir uns an eine aggressiv verkleidete Ohnmacht, die im Karneval der Politik und Wissenschaft das Parkett beherrscht.“ Besser kann man kaum beschreiben, was so genannte „Macht“ wirklich ist: Nichts als ein Handeln eines Menschen, eines Teams, eines Unternehmens, einer Partei aus der Ohnmacht heraus. Was wahre Macht aber darstellt, wird in „Die 7 Säulen der Macht“ von Suzanne Grieger-Langer sehr gut dargestellt. Macht stützt sich nicht auf finanzielle Mittel, nicht auf Handlungsvorstellungen und nicht auf persönliche Ziele der politischen und wirtschaftlichen Machthaber, sondern auf sieben wesentliche Säulen.

• Standfestigkeit
• Leidenschaft
• Selbst-Kontrolle
• Liebe
• Kommunikation
• Wissen
• Ethik

Wenn eine der Säulen fehlt, ist Macht nicht in jeder Hinsicht so verantwortungsvoll, wie sie es sein könnte. Wenn mehrere Säulen oder gar alle fehlen, wird die Macht zur oben genannten Ohnmacht. Doch wer wirklich Macht hat, der übernimmt auch Verantwortung, um führen und leiten zu können. Und genau dies ist in diesen Tagen erforderlich, um Wege aus der weltumspannenden Finanzwirtschaftskrise heraus zu kommen und neue Anfänge zu wagen…

(Auszüge aus: „Die 7 Säulen der Macht“ von Suzanne Grieger-Langer)

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