Lebensversicherungen ohne Garantiezins werden zum Alltag

Sie waren einstmals fast ein Selbstläufer für die Versicherungen. Kapitalbildende Lebensversicherungen gingen weg wie warme Semmeln, wenn die Versicherungsvertreter und Versicherungen sie für die Altersvorsorge und für später anpriesen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Einer der Gründe ist der in den vergangenen Jahren immer weiter gesunkene Garantiezins, der die Rendite aus den Kapitallebensversicherungen überschaubar gemacht hat. Die Kosten für diese Art von Lebensversicherungen blieben jedoch auf einem hohen Niveau. Inzwischen gibt es immer mehr Lebensversicherer, die gar keinen Garantiezins mehr für ihre Versicherungen anbieten. Das heißt im Klartext: der Versicherte kann sich nicht mehr darauf verlassen, was er am Ende der Laufzeit aus seinem Vertrag an Geld herausbekommt. Sind die Zeiten gut, bekommt er einen guten Ertrag, sind die Zeiten schlecht, kann die Sache gerade auch aufgrund der Kosten unter dem Strich ein Minusgeschäft werden.

Gegenüber der dpa hat sich aktuell der Chef der Allianz Leben zu Wort gemeldet, und seine Ansicht zu diesem für Deutschlands Sparer wichtigen Thema kundgetan. Markus Faulhaber gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Der Anteil der neuen Angebote wird in Zukunft noch höher sein“. Faulhabers Ansicht nach werden Versicherungen ohne garantierte Zinsen den Großteil der Lebensversicherungsverträge ausmachen in Zukunft.

Faulhaber geht davon aus, dass der Anteil der Versicherungen, die ohne fest garantierte Zinsen auskommen, in 15 – 20 Jahren bei 90 Prozent und mehr liegen werde. Dazu gehören auch Berufsunfähigkeitsversicherungen. Bereits jetzt wären im Privatkundenbereich mehr als 80 Prozent der neu abgeschlossenen Verträge ohne einen fest garantierten Zins.

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