Lebensversicherungen in Deutschland bald Pleite?

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht den Lebensversicherern in Deutschland zu schaffen, dies ist offensichtlich. Deshalb wurde der Garantiezins für Kapitallebensversicherungen, der so genannte Höchstrechnungszins, zum 1. Januar 2015 auf nur noch 1,25 Prozent gesenkt. Zudem gab es weitere Änderungen bei der Lebensversicherung, unter anderem hinsichtlich der Beteiligung der Versicherten an den Bewertungsreserven ihrer Kapitallebensversicherung.

Nun sind die Zinsen weiter niedrig, die EZB hält den Leitzins weiter auf nur 0,05 Prozent, eine Zinswende ist noch lange nicht in Sicht. Doch wird dies wirklich dazu führen, dass die Lebensversicherungen in Deutschland bald Pleite sind? Im Moment wohl sieht es eher nicht danach aus, auch wenn wieder mal die Schreckensmeldung grassieren. Noch sind die Polster vieler Versicherer wohl gut gefüllt. Ob sich dies irgendwann ändern wird, bleibt abzuwarten.

Wer Angst hat, dass seine Lebensversicherung das im Vertrag angesparte Kapital nicht mehr wird auszahlen können, der kann natürlich über eine Kündigung seiner Lebensversicherung nachdenken, oder aber über einen Verkauf seiner Kapitallebensversicherung. Hier ist und wird aber nach wie vor jeder Einzelne gefragt sein, wie er sich entscheiden will. Neuverträge von Kapitallebensversicherungen lohnen sich inzwischen eher nicht mehr, da ist es dann vielleicht doch sinnvoller, in Aktien oder andere Sachwerte zu investieren. Und für den Todesfallschutz eine Risikolebensversicherung abzuschließen.

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