Inflationsrate bei null Prozent – Niedrige Sparzinsen wegen niedrigem Leitzins – der ohne Wirkung bleibt

Die Zahlen zum Verbraucherpreisindex im Februar 2016 mögen sich auf den ersten Blick gut anhören. Die Inflationsrate liegt bei null Prozent, die Verbraucherpreise damit auf dem Stand vom Februar 2015. Doch was sich auf den ersten Blick aus Verbraucherseite gut anhören mag, ist eher erschreckend. Der niedrige Leitzins, den die Europäische Zentralbank im September 2014 auf 0,05 Prozent gesenkt hat, zeigt weiter seine Wirkung, aber keine gute. Die Sparzinsen sind niedrig in Deutschland, die Zinsen für Tagesgeldkonten, Festgeldanlagen, Sparbriefe und Sparbücher liegen im Gros im Keller. Nur Spitzenanbieter, die oft nicht aus Deutschland kommen, bieten noch vergleichsweise hohe Zinsen für Tagesgeld, Festgeld und Co. an.

Der niedrige Leitzins, der für die niedrigen Sparzinsen und Kreditzinsen verantwortlich ist, zeigt bei der Inflationsrate weiter keine Wirkung. Statt eines Anstiegs der Verbraucherpreise stagnieren diese, wegen des niedrigen Ölpreises. Auf diesen hat die EZB keinen Einfluss, und ändert trotzdem nichts an ihrer Niedrigzinspolitik und dem Ankaufprogramm für Staatsanleihen.

Eine Antwort auf „Inflationsrate bei null Prozent – Niedrige Sparzinsen wegen niedrigem Leitzins – der ohne Wirkung bleibt“

  1. Die Senkung der Leitzinsen hat die gesamte Versicherungsbranche in eine extreme Schieflage gebracht. Auch Bausparunternehmen haben sich in die Nesseln gesetzt. Das zeigt eigentlich nur, dass die Branchen sich zu sehr auf eine Ebene konzentriert hat. Jeder Anleger weiss, das man sein Vermögen breit aufgefächert investieren muss. Nur so können Verluste ausgeglichen werden. Doch keiner hat diese getan.

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