Immobilienwirtschaft in Deutschland

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, BFW, hat heute den Praxisbezug für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gefordert. Auch die Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, bleibt weiterhin ein wichtiges Thema. Der Wohnungsbau und die Immobilienwirtschaft stehen vor einem Scheideweg.

„BFW: Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft braucht Praxisbezug

– Bundesregierung muss gezielte Anreize für die Immobilienwirtschaft schaffen
– Klimaschutz und demografischer Wandel drängende Themen

„Es ist an der Zeit, dass die Politik sich um die Pflicht und nicht nur um die Kür kümmert“, sagte Walter Rasch, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, heute in der öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, in dem mit Experten über den Bericht zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland diskutiert wurde. „Der Bericht enthält eine umfassende Bestandsaufnahme der Immobilien- und Wohnungswirtschaft in Deutschland und hat, obwohl er noch zu Zeiten der alten Bundesregierung erstellt wurde, nicht an Aktualität eingebüßt. Um sich den aktuellen Herausforderungen wie den Auswirkungen der Finanzkrise, dem Klimaschutz und dem demografischen Wandel zu stellen, müssen jetzt aber die richtigen Weichen gestellt werden.“

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Der erstmals hervorgehobenen Bedeutung der Immobilienwirtschaft, die rund 19 Prozent zur gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland beisteuere, müsse Rechnung getragen werden. Eine besondere Herausforderung für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft stelle der Klimaschutz dar. „Die KfW-Förderung muss auch weiterhin gewährleistet sein. Zwar sollen die Programme ‚Energetisch Sanieren’ und ‚Energetisch Bauen’ noch bis 2016 laufen, die Mittel werden jedoch bis Ende 2011 ausgeschöpft sein. So lassen sich die hochgesteckten Klimaschutzziele der Bundesregierung nicht erreichen“, monierte Rasch. „Vom Gebäudebestand vor 1979 wurden seit 2001 nur rund fünf Prozent der Wohneinheiten energetisch saniert. Würde die Entwicklung konstant weiterlaufen, brauchen wir über 160 Jahre, um alle Wohneinheiten in Deutschland energieeffizient zu sanieren. Verbesserte Abschreibungsbedingungen und Investitionszulagen könnten als schnell wirkende Anreize Abhilfe schaffen.“

Als konkrete Maßnahme schlägt Rasch die Erhöhung der linearen Abschreibung oder die Einführung einer degressiven Klimaschutz- und Demografie-AfA vor. „Der Anteil der älteren Menschen an der Wohnbevölkerung wird in Zukunft steigen. 2025 wird ein Drittel der Gesellschaft 60 Jahre und älter sein. Die Immobilienwirtschaft kann einen enormen Beitrag zur aktiven Gestaltung des demografischen Wandels leisten, wenn die Politik die richtigen Stellschrauben dreht“, so Rasch. Angesichts der Relevanz des demografischen Wandels sei es nicht nachvollziehbar, warum die vorgesehenen KfW-Fördersummen für die wohnungswirtschaftlichen Programme zur Energieeffizienz und zum altersgerechten Umbau noch um 1,22 Milliarden Euro differieren.“

Quelle Pressemitteilung: Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, BFW

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