Immobilienfonds und die Anteile der Anleger

Seit Beginn der weltweiten Finanzkrise steckt ein Großteil der Immobilienfonds in einer Krise. Kaum ein Immobilienfonds nimmt zurzeit Anteile der Anleger zurück. Aus diesem Grund besteht momentan die einzige Möglichkeit für Anleger, zumindest an einen Teil ihrer Investition zu gelangen darin, die Fonds an der Börse mit hohen Verlusten zu veräußern. Doch das könnte sich schon in naher Zukunft ändern. Aktuell soll die Bundesregierung an einem Gesetz arbeiten, das es Anlegern ermöglicht, die erworbenen Anteile zum Rückgabewert an die jeweilige Fondsgesellschaft zurückzugeben. Wenn alles klappt, könnte das Gesetz bereits im Herbst dieses Jahres in Kraft treten. Eine ähnliche Änderung planen die Politiker für die Bundesschatzbriefe.

Wichtig ist der Bundesregierung jedoch, dass ausschließlich private Investoren von der neuen Regelung profitieren sollen. Nicht jedoch die Großinvestoren, die mit Millionenbeträgen jonglieren. Der Grund hierin liegt in erster Linie darin, dass man die Schuldigen dieser Krise bei den großen Investoren sieht. Diese haben mit Beginn der Krise Millionenbeträge abgezogen und viele Fondsgesellschaften waren deshalb gezwungen, notgedrungen einen Teil ihrer Immobilien zu verkaufen. Natürlich können bei derartigen Zwangsverkäufen in der Regel nicht mal annähernd die eigentlich normalen Marktpreise erzielt werden. Viele Anbieter mussten daraufhin ihre Fonds einfrieren lassen. Man darf trotzdem gespannt sein, ob und wann ein solches Gesetz tatsächlich in Kraft treten wird und wie es aussehen könnte.

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