Hohe Dispozinsen sorgen weiter für Unmut

Die Zinsen für Dispokredite bleiben trotz zahlreicher Kritik auch weiterhin hoch. Ein niedriger Leitzins für die Banken wird von diesen jedoch oftmals nur in Sachen niedriger Sparzinsen, nicht aber als niedrige Dispozinsen weitergegeben. Dies sorgt auch weiterhin für Unmut, eine Grenze für die Höhe der Zinsen für Dispokredite wird deshalb gefordert.

Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid hat nun erklärt, dass sein Land die Initiative ergreifen wolle im Bundesrat, um ein Gesetz für eine Zinsgrenze für Dispokredite durchzubringen.

Durch gedeckelte Dispozinsen würde den Bürgern nicht mehr so tief in die Tasche gegriffen werden wie bisher. Zinsen für Dispokredite von mehr als zehn Prozent sind immer noch nicht die Seltenheit, viele Banken liegen mit ihren Dispozinsen immer noch über dieser Marke.

Ob und wann eine solche Regelung kommen wird, bleibt nun abzuwarten. In der Zwischenzeit wäre es empfehlenswert, die hohen Dispozinsen selbst nicht mehr hinzunehmen. Eine Umschuldung auf einen Ratenkredit wäre vielleicht eine der Lösungen für das teure Dispokredit-Problem.

Es bleibt nun abzuwarten, wie die Geschichte mit den überhöhten Dispozinsen weitergeht. Ohne eine rechtliche Regelung werden die Zinsen für Dispokredite auch weiterhin in sehr unterschiedliche Richtungen, was natürlich auch den Wettbewerb zwischen den Banken fördert. Eine Obergrenze für Dispozinsen wäre damit zwar auf der einen Seite für Bankkunden wünschenswert, auf der anderen Seite darf darüber keine Begrenzung des Wettbewerbs der Banken untereinander stattfinden. Dies wäre sonst ein Einschnitt in die Finanzwirtschaft, der möglicherweise rechtlich fragwürdig ist.

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