Geldanlage Bundesanleihen

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, hat angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise eine neue Zinsprognose für Bundesanleihen erstellt. Dabei zeigt sich vor allem eines: Bundesanleihen bleiben „als sicherer Hafen für Anleger weiterhin attraktiv“.

VÖB-Zinsprognose:

Anleihezinsen und der Euro bleiben kurzfristig unter Druck

• Anleihezinsen und der Euro bleiben kurzfristig unter Druck
• Preisauftrieb bleibt gering, kaum Inflationsdruck durch Geldpolitik
• Moderates Wirtschaftswachstum im Euroraum in 2010
• Aufwärtstrend bei Renditen zehnjähriger Bundesanleihen

„Die Finanzprobleme Griechenlands sowie die Fokussierung der Finanzmärkte auf Portugal und Spanien setzen die Renditen an den Rentenmärkten als auch den Euro weiter unter Druck. Solange die Märkte an der Wirkung des Rettungsprogramms für Griechenland Zweifel haben und ein Spillover-Effekt auf andere europäische Mittelmeerstaaten nicht ausgeschlossen werden kann, bleiben Bundesanleihen als sicherer Hafen für Anleger weiterhin attraktiv“ erklärten übereinstimmend Dr. Ulrich Kater (DekaBank), Dr. Thomas Meißner (DZ Bank), Ulf Krauss (Helaba), Dirk Gojny (HSH Nordbank), Mario Gruppe (NordLB), Dr. Torge Middendorf (WestLB) und Manuel Pauser (VÖB) auf der heutigen 30. Zinsprognose-Pressekonferenz des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, in Frankfurt am Main.

Für die Rentenmärkte erwarten die VÖB-Experten deshalb kurzfristig keine Wende. Erst Mitte der zweiten Jahreshälfte, wenn die Konjunktur auf festeren Füßen steht und die aktuellen Probleme in der Eurozone gelöst sind, könnte die Rendite in den nächsten sechs Monaten zulegen. Positiv für das konjunkturelle Umfeld werteten die Volkswirte die weltweite Erholung der Wirtschaft, die sich in Deutschland insbesondere in den Auftragsbüchern von Unternehmen und mittelständischer Wirtschaft widerspiegelt. Die Volkswirte sehen aber im Auslaufen der Konjunkturprogramme weiterhin ein Risiko für die Nachhaltigkeit des Aufschwungs.

Die Rentenmarktstrategen erwarten für die kommenden Monate kaum Veränderungen am Geldmarkt und für das laufende Jahr keine Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank. „Das moderate Wirtschaftswachstum und das verhaltene Konsumklima im Euroraum werden den Preis- und Inflationsdruck weiterhin gering halten,“ begründeten die VÖB-Experten ihre Einschätzung.

Folgende Prognosen wurden in der heutigen Pressekonferenz gestellt:

• Dr. Ulrich Kater, DekaBank: (3,17 / 3,40 / 1,36)
• Dr. Thomas Meißner, DZ BANK AG: (3,20 / 3,40 / 1,30)
• Ulf Krauss, Helaba: (3,40 / 3,60 / 1,30)
• Dirk Gojny, HSH Nordbank: (3,40 / 3,90 / 1,35)
• Mario Gruppe, NORD/LB: (3,00 / 3,10 / 1,36)
• Dr. Torge Middendorf, WestLB: (3,00 / 3,20 / 1,30)
• Manuel Pauser, VÖB: (3,15 / 3,40 / 1,32)

[Die Werte beziehen sich auf: 10-jährige Bundesanleihen auf zwei Monate / auf sechs Monate (jeweils in Prozent) / Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses auf Sicht von sechs Monaten]“

Quelle Pressemitteilung: VÖB, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands

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