Garantierente oder Zuschussrente – Der Kampf gegen die Altersarmut

Deutschland zittert vor der Altersarmut, Ministerin von der Leyen will sie mittels der Zuschussrente verhindern – die SPD hat mittlerweile ein Gegenkonzept dazu aus der Schublade gezogen, die Mindestrente.

Während die Arbeitsministerin immer mehr Kritik auch aus eigenen Reihen erhält und langsam mit der Zuschussrente alleine dazustehen scheint, kommt Sigmar Gabriel mit einer garantierten Rente von 850 Euro daher, die inzwischen sogar Teile der CDU durchaus für gut befindet, zumindest vom Konzept her. Die so genannte Solidarrente sollen Geringverdiener erhalten, auf eine Milliarde Euro jährlich beziffert die SPD die Kosten dafür.

Die Rente von morgen, ein Modell gegen die Altersarmut, wird wohl vorerst weiter ein Thema bleiben. Ob Ursula von der Leyen die Zuschussrente noch durchsetzen kann? Dies erscheint immer mehr als fraglich. Zu wenig Rentner würden wohl von der Bezuschussung ihrer Rente profitieren, als dass eine Umsetzung der Zuschussrente machbar wäre.

Dennoch sind laut einer repräsentativen Umfrage von Emnid, die für „Bild am Sonntag“ durchgeführt wurde, 58 Prozent der Befragten für die Zuschussrente. Nur 37 Prozent hingegen sind gegen die Aufstockung der Rente, wie die aktuelle Umfrage ergab.

Es wird sich nun zeigen müssen, welches Modell, die Zuschussrente oder die Garantierente, mehr Befürworter finden wird. Sozialministerin von der Leyen hatte vor einiger Zeit ihre politische Zukunft indirekt mit der Zuschussrente verbunden. Bis zur Bundestagswahl ist noch ein gutes Jahr Zeit. In diesen zwölf Monaten wird entweder die Zuschussrente kommen, oder aufgrund der ganzen Kritik doch nicht eingeführt werden, es bleibt dann möglicherweise auch weiterhin die Frage offene Frage, wie die Altersarmut nachhaltig bekämpft werden soll.

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