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Finanziell unabhängig in die Rente: 7 wichtige Tipps

21 April 2017 Keine Kommentare

Wer schon etwas früher die Rente antreten will, der benötigt nicht nur Disziplin – es braucht auch recht gute Pläne für die Spar- und die Rentenphasen. Doch wie baut man Kapital auf, das dann zur Verfügung steht, wenn man seine berufliche Laufbahn beenden möchte?

Tipp Nummer 1: Erstellen Sie ein Haushaltsbudget

Erstellen Sie zu Beginn ein Haushaltsbudget. Anhand der Einnahmen und Ausgaben sehen Sie, wie viel Sie pro Monat zur Seite legen können. Beachten Sie jedoch, dass die Schuldentilgung an erster Stelle steht. Kreditzinsen sind nämlich immer höher als die Rendite von einer Kapitalanlage. Der wohl größte Brocken? Die Baufinanzierung. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Baukredit recht schnell getilgt wird – gibt es keine monatliche Kreditrate mehr zu begleichen, steht Ihnen deutlich mehr Geld zur Verfügung. Bei der Erstellung hilft Ihnen – neben der ausführlichen eigenen Recherche – natürlich auch ein Vermögens- und Finanzberater. Der Anlageberater analysiert Ihren finanziellen Ist-Zustand und empfiehlt Ihnen in weiterer Folge diverse Produkte für den Kapitalaufbau.

Tipp Nummer 2: Befolgen Sie die drei wichtigsten Anlageregeln


1. Vermeiden Sie einen Totalverlust!

Kapitalanlagen, die derart riskant sind, dass sogar ein Totalverlust möglich ist, sollten Sie keinesfalls in das Altersvorsorge-Portfolio aufnehmen. Dazu gehören riskante Nebenwerte, geschlossene Beteiligungen oder auch Währungs- oder Rohstoffwetten. Selbstverständlich sind hohe Gewinne möglich, wobei der Totalverlust bedeutet, dass Ihr gesamtes Ersparnis, das Sie für den Rentenantritt benötigen, weg ist.

2. Begrenzen Sie den maximalen Verlust!

Bedenken Sie, dass sich auch Qualitätsaktien, die sich im Euro Stoxx oder Dax befinden, sehr wohl halbieren können. Je höher Ihr Aktienanteil im Depot, desto größer der maximale Verlust. Sie sollten daher nicht mehr als 20 Prozent Ihres Vermögens in Aktien investieren!

3. Akzeptieren Sie die Volatilität!

Sie sollten aber keinesfalls auf Aktien verzichten. Schwankungen können sich sehr wohl – zumindest über einen längeren Zeitraum – relativieren. Frühere Verluste können somit durch hohe Gewinne wieder ausgeglichen werden. Wenn Sie im Jahr 1993 in den Dax investiert hätten, wären Sie nun mit sagenhaften 345 Prozent im Plus!

Tipp Nummer 3: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte

Der einfachste Weg? Sie schließen eine private Rentenversicherung ab und hoffen, dass das Versprechen der Versicherungsgesellschaft eingehalten wird. Während Sie zu Beginn das Geld in den Anlagetopf der Gesellschaft investieren, erhalten Sie am Ende das Ersparte mit den Zinsen und dürfen sich über eine stattliche Zusatzrente freuen. Jedoch sind die heutigen Zinssätze derart mickrig, dass private Rentenversicherungen keine tatsächliche Alternative mehr sind. Heutzutage gibt es einen Garantiezinssatz von 1,75 Prozent. Auch wenn die Überschüsse die Rendite verdoppeln können, bedeutet das noch lange nicht, dass derartige Überschüsse überhaupt erzielt werden.

Des Weiteren sind Rentenversicherungen auch recht teuer: 15 Prozent des Sparbeitrags fließen in den Risikoschutz, in den Vertrieb und die Verwaltung. Das bedeutet, dass gerade einmal 85 Prozent der monatlichen Summe in den Anlagetopf fließen. Es ist daher wichtig, dass Sie nicht alles auf eine Karte setzen, sondern verschiedene Anlagen haben. Investieren Sie in Aktien, Gold und Anleihen – Sie profitieren definitiv von der Streuung, da die Wahrscheinlichkeit äußerst gering ist, dass alle drei Anlagen schwächeln. So auch, wenn Sie in Aktien investieren. Kaufen Sie Aktien von mehreren Unternehmen, wobei es wichtig ist, dass sich die Konzerne in unterschiedlichen Ländern befinden und allesamt in anderen Branchen sind. Stürzt die Aktie des Unternehmens B um 5 Prozent ab, wobei das Unternehmen A einen Kursanstieg von 8 Prozent verbucht, befinden Sie sich noch immer im Plus!

Tipp Nummer 4: Kaufen Sie Aktien

Es reichen bereits kleine Beträge, damit Sie in Aktien, Gold oder Anleihen investieren können. Nutzen Sie den Indexfonds auf den Dax, auf europäische Unternehmensanleihen oder kaufen Sie Zertifikate auf den Goldpreis. Bevor Sie sich für ein Investment entscheiden, sollten Sie auf die möglichen Kosten achten. Schlussendlich fallen Gebühren für Sparpläne, anders als bei sogenannten Einmalinvestments, stärker ins Gewicht. Achten Sie also darauf, dass die Gebühren nicht Ihre Gewinne auffressen.

Tipp Nummer 5: Achten Sie auf Ihr Bargeld

Sie sollten Ihr Geld in verschiedene Anlagen investieren. Sparverträge können sehr wohl die Basis Ihrer Altersvorsorge sein; bleibt Kapital übrig, kann dieses in einen weiteren Topf fließen. Kaufen Sie Qualitätsaktien, spekulieren Sie mit High Risk Aktien und legen Sie die Verkaufserlöse auf ein Tagesgeldkonto. Sie haben noch kein Tagesgeldkonto? Eröffnen Sie noch heute ein Tagesgeldkonto! Sie erhalten zwar nur geringe Zinsen, haben aber einen jederzeitigen Zugriff – so haben Sie immer genügend Geld zur Verfügung, sodass Sie keine Sparverträge oder Anlagen benutzen oder gar auflassen müssen, wenn unerwartet hohe Rechnungen zu bezahlen sind.

Tipp Nummer 6: Achten Sie auf das Risiko

Damit das Ersparte auch immer wieder altersgerecht umgeschichtet wird, sollten Sie die Sparraten immer wieder anpassen. Sie entscheiden sich für einen 20 Jahre anhaltenden Sparplan? In den ersten zehn Jahren ist es wichtig, dass der Aktienanteil konstant bleibt – so können Sie die Renditechancen maximieren. In der zweiten Hälfte ist es wichtig, dass Sie das Risiko reduzieren und weniger in Aktien investieren. Entscheiden Sie sich daher für Anleihen mit einer guten Qualität. Somit haben Sie in den ersten zehn Jahren die maximale Rendite erzielt, die – aufgrund der risikoarmen Veranlagung in den weiteren zehn Jahren – weiter und zudem auch sicher aufgebaut werden kann.

Tipp Nummer 7: Planen Sie Reserven ein

Beachten Sie, dass Auszahlpläne keine lebenslange Rente bieten. Entscheiden Sie sich für eine Reserve, die in etwa 10 Prozent des Ersparten beträgt. Dabei handelt es sich um einen „Notgroschen“, der im sehr hohen Alter zur Verfügung stehen soll. Entscheiden Sie sich für Renten-Policen, so gehen Sie leer aus, wenn der Zeitraum, für den die Rente garantiert wurde, abgelaufen ist.


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