Finanzergebnisse Januar – März 2012: Weiterhin erhebliche Belastungen, aber operative Geschäftsentwicklung stabil und ermutigend Villis: „EnBW-Geschäftsmodell zeigt sich robust“

Karlsruhe (ots) – In Folge einer stabilen operativen
Geschäftsentwicklung konnte die EnBW Energie Baden-Württemberg AG
trotz der unverändert schwierigen Rahmenbedingungen im ersten Quartal
des aktuellen Geschäftsjahres 2012 ein insgesamt zufriedenstellendes
Ergebnis erwirtschaften. So steigerte die EnBW ihren Umsatz in den
ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreswert um 1,4 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Das um
Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (Adjusted EDITDA) lag mit 914,8 Millionen Euro um 4,4
Prozent unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Ursache für diesen
Rückgang war das erwartungsgemäß deutlich verringerte Ergebnis im
Geschäftsfeld Strom ‚Erzeugung und Handel‘. In diesem Segment ging
das Adjusted EBITDA um 16,6 Prozent auf 594,7 Millionen Euro zurück.
Ergebniseinbußen ergaben sich unter anderem aus der dauerhaften
Abschaltung zweier Kernkraftwerke im Zuge der beschlossenen
Energiewende in Deutschland sowie aus rückläufigen Strompreisen auf
Großhandelsmärkten.

Positiv entwickelte sich dagegen das Adjusted EBITDA in den
Geschäftsfeldern Strom ‚Netz und Vertrieb‘ mit 168,5 Millionen Euro,
was einer Steigerung von 58,2 Prozent entspricht. Der Anstieg ist im
Wesentlichen auf erhöhte Netznutzungsentgelte und geringere
Gemeinkosten im Vertriebsbereich zurückzuführen. Im Geschäftsfeld Gas
verbesserte sich das Adjusted EBITDA um 3,1 Prozent auf 104,4
Millionen Euro. Ursache hierfür ist im Wesentlichen der auf 25,6
Milliarden Kilowattstunden (+ 27,4 Prozent) gestiegene Absatz. Im
Geschäftsfeld Energie- und Umweltdienstleistungen erhöhte sich das
Adjusted EBITDA aufgrund gestiegener Erträge im Bereich der sonstigen
Dienstleistungen um 9,1 Prozent auf 77,9 Millionen Euro.

Der um Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss – bezogen auf
das auf die Aktionäre der EnBW entfallende Ergebnis – blieb in den
ersten drei Monaten 2012 mit 470,3 Millionen nahezu konstant
gegenüber dem Vorjahresergebnis von 478,3 Millionen Euro. Im
Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres 2011 geringere
außerordentliche Belastungen im Bereich der Kernenergie sowie
Sondereffekte, wie beispielsweise ein mit 96,1 Millionen Euro
deutlich erhöhtes, positives neutrales Beteiligungsergebnis aufgrund
von Veräußerungsgewinnen im Rahmen des Desinvestitionsprogramms der
EnBW, führen zu einem Konzernüberschuss im ersten Quartal in Höhe von
561,5 Millionen Euro.

„Auch wenn die Zahlen für die ersten drei Monate des aktuellen
Jahres ermutigend sind, unterliegt die Geschäftsentwicklung der EnBW
weiterhin erheblichen Belastungen. Erfreulich ist, dass sich das
Geschäftsmodell der EnBW insbesondere vor dem Hintergrund der sich
gravierend veränderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen
robust zeigt“, so der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis. In
Folge der positiven Entwicklung beim Konzernüberschuss sowie einer
positiven Kursentwicklung von Wertpapieren im ersten Quartal 2012
erhöhte sich das Eigenkapital zum 31. März 2012 um 11,7 Prozent auf
6,85 Milliarden Euro. Zum 31. März 2012 verringerten sich zudem die
bereinigten Nettoschulden gegenüber dem Jahresende 2011 um 4,9
Prozent auf 8,38 Milliarden Euro.

„Eine zum 31. März 2012 um 2 Prozentpunkte auf 19,1 Prozent
erhöhte Eigenkapitalquote und die verringerten bereinigten
Nettoschulden unterstreichen die finanzielle Stabilität des
Unternehmens. Die eingeleiteten Maßnahmenpakete greifen“, so der
EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer. Auf einen Blick

EnBW-Konzern 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011 Veränderung in %
Umsatz
Strom Mio. EUR 4.006,3 4.159,0 -3,7
Gas Mio. EUR 892,6 704,3 26,7
Energie-
und Umwelt-
dienst-
leistun-
gen Mio. EUR 207,1 170,4 21,5
Außen-
umsatz
gesamt Mio. EUR 5.106,0 5.033,7 1,4
Adjusted
EBITDA1 Mio. EUR 914,8 956,7 -4,4
EBITDA1 Mio. EUR 866,2 887,5 -2,4
Adjusted
EBIT Mio. EUR 695,6 744,4 -6,6
EBIT Mio. EUR 647,0 611,4 5,8
Adjusted
Konzern-
über-
schuss
1,2 Mio. EUR 470,3 478,3 -1,7
Konzern-
über-
schuss
1,2 Mio. EUR 561,5 381,5 47,2
Ergebnis
je Aktie
aus Adjusted
Konzern-
über-
schuss1,2 EUR 1,93 1,96 -1,5
Ergebnis je
Aktie aus
Konzern-
überschuss1,2 EUR 2,30 1,56 47,4
Operating
Cashflow Mio. EUR 332,3 886,8 -62,5
Free
Cash-
flow3 Mio. EUR 219,2 684,7 -68,0
Investi-
tionen Mio. EUR 150,8 302,9 -50,2

Energie- 1.1.- 1.1.- Veränderung
absatz 31.3.2012 31.3.2011 in %
des
EnBW-Konzerns
Strom Mrd. kWh 34,7 38,9 -10,8
Gas Mrd. kWh 25,6 20,1 27,4

Mitarbeiter 31.3.2012 31.3.2011 Veränderung
des in %
EnBW-Konzerns4
Mitarbeiter Anzahl 20.347 21.193 -4,0

1 Vorjahreszahlen angepasst.

2 Bezogen auf das auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende
Ergebnis.

3 Free Cashflow vor Finanzierung

4 Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und ohne ruhende
Arbeitsverhältnisse. Der Begriff Mitarbeiter bezeichnet weibliche und
männliche Beschäftigte.

Pressekontakt:
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Unternehmenskommunikation
Durlacher Allee 93
76131 Karlsruhe
Tel: + 49 7 21/63-1 43 20
Fax: + 49 7 21/63-1 26 72
unternehmenskommunikation@enbw.com
www.enbw.com

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/12866/2248468/finanzergebnisse-januar-maerz-2012-weiterhin-erhebliche-belastungen-aber-operative/api