Eurokrise: Jetzt geht es den Sparern doch an die Wäsche

Eine Zwangsabgabe auf Bankeinlagen sollte kommen, dann wurde sie unter Protest abgeschmettert, und nun kommt es für die Sparer noch dicker und es geht ihnen richtig an die Wäsche. Die Abgabe auf Spareinlagen soll nun doch kommen und das deutlich höher als ursprünglich geplant, die Eurokrise geht damit in die nächste Dimension.

Anfangs war in Zypern eine Bankenabgabe von 6,75 Prozent auf Spareinlagen (Tagesgeld, Festgeld und anderes) unter 100.000 Euro geplant und 9,9 Prozent für Einlagen über 100.000 Euro. Dies hatte zu einem Aufruhr nicht nur in Zypern selbst geführt, da dies eine Aushebelung der gesetzlich festgelegten und vorgeschriebenen Einlagensicherung bedeutet hätte.

Die Bankenabgabe fand dann auch keine Zustimmung im zypriotischen Parlament, und es wurde nach neuen Lösungen gesucht. Die waren zum Teil nicht gerade geeignet zur Problementschärfung, weshalb sie von der Troika auch abgelehnt wurden. Und nun ist erneut eine Zwangsabgabe auf Spareinlagen im Gespräch, auf über 20 Prozent könnte diese liegen für Einlagen über 100.000 Euro, zudem soll der Kapitalverkehr innerhalb von Zypern und ins Ausland begrenzt werden, damit es zu keiner Kapitalflucht kommt. Gelten soll dies unter anderem für Überweisungen und Schecks, zudem soll die Höhe der möglichen Abhebesumme von den zypriotischen Konten auch weiter begrenzt werden.

Die Krise des Euro und die europäische Schuldenkrise gehen damit in eine Ära, die so sicher niemand haben wollte. Die Spirale, die sich daraus entwickeln wird, könnte zur Todesspirale für den Euro und die Währungsunion werden. Ausgehend von einer kleinen Insel im Mittelmeer, die angeblich keine große Bedeutung für die Gemeinschaftswährung an sich und für den Untergang der Eurozone haben sollte.

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