Eurokrise 2013 noch nicht zu Ende? – Inflationsängste, steigende Preise und niedrige Sparzinsen

Das vergangene Jahr 2012 hat sich vor allem durch zweierlei Dinge „ausgezeichnet“, die wieder steigenden Preise und die sinkenden Sparzinsen. Der Leitzins für die Eurozone wurde erstmals in der Geschichte der Währungsunion auf den historischen Tiefststand von 0,75 Prozent gesenkt, während die Preise vor allem für Kraftstoffe und Energie neue Rekorde erreichten. Beides hat dazu geführt, dass Deutschlands Bürger vermehrt Angst um ihr Geld haben, neue Inflationsängste wurden geschürt und eine Ende ist nicht in Sicht: sowohl der Aufwärtstrend beim Preis für Strom und Gas sowie der Abwärtstrend bei den Zinsen für Tagesgeld, Festgeld und auch Sparbücher dürfte weiter anhalten.

Schon auf Anfang 2013 werden viele Energieversorger die Preise für Strom und Gas anheben, auch die Preise für Wasser und Fernwärme werden aller Voraussicht nach ansteigen. Dies wird wohl zu einem weiteren Anstieg der Inflationsrate führen. Sollten dabei auch noch die Preise für Sprit und Heizöl steigen, dürfte sich die Lage für Verbraucher weiter verschärfen. Nach wie vor ist jedoch immer noch keine Lösung in Sachen Sozialtarife beim Strom und Gas in Sicht.

Und auch bei den Sparzinsen wird die Lage 2013 möglicherweise noch schlimmer werden, als es bereits im vergangenen Jahr der Fall war. Experten sehen eine weitere Leitzinssenkung kommen, bereits in diesem Monat, spätestens aber wohl im Februar dürfte es soweit sein. Damit würde der Hauptrefinanzierungssatz für die Banken der Eurozone von derzeit noch 0,75 Prozent aller Voraussicht nach von der Europäischen Zentralbank auf nur noch 0,50 Prozent gesenkt werden. Damit wäre beim Leitzins nicht nur ein neues historisches Tief erreicht, zudem dürfte dies vermutlich zu einer erneuten Zinssenkungswelle für Tagesgeldkonten, Festgeldanlagen und auch anderen Sparprodukten wie zum Beispiel Sparbüchern führen.

Für Sparer würde dies zugleich bedeuten, dass ein Inflationsausgleich kaum mehr möglich ist durch sichere Sparanlagen und sie sich um eine reale Rendite zu erzielen auf Risikoanlagen einlassen müssten. Nicht jeder will dies verständlicherweise, nur so wird es 2013 jedoch möglich sein, überhaupt noch eine positive Realverzinsung für die eigenen Ersparnisse zu erwirtschaften und nicht unter dem Strich mit einer Negativverzinsung leben zu müssen.

Deutschlands Verbrauchern geht es damit in diesem Jahr auch weiter an den Kragen, wenn es um ihr Geld geht. Die Eurokrise ist längst noch nicht ausgestanden, auch wenn manch einer sich die gegenwärtige Lage durchaus schönreden mag. Doch dies wird bereits seit Jahren getan, die Situation ist jedoch nach wie vor brenzlig, und alle Rettungsmaßnahmen haben bislang nur auf Zeit gespielt, aber keine tatsächliche und vor allem endgültige Lösung gebracht. Es könnte damit, realistisch betrachtet, alles noch viel schlimmer kommen, als es bis jetzt der Fall war.

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