Ergebnisse des neuen EU-Bankenstresstest

Der neue EU-Bankenstresstest hat auch für deutsche Banken keine guten Ergebnisse gebracht. Der Bankenverband kritisiert die Ergebnisse des europaweiten Bankenstresstest in einer aktuellen Pressemeldung jedoch als willkürlich.

Bankenverband: Ergebnisse des Stresstests sind willkürlich

„Der Stresstest hat nicht zur Marktstabilisierung beigetragen,“ kritisierte Michael Kemmer, Hauptgeschaeftsfuehrer des Bankenverbandes, die heutige Veroeffentlichung der Ergebnisse durch die Europaeische Bankenaufsicht (EBA). „Das Gegenteil ist der Fall. Die willkuerlich gesetzte Vorgabe neun Prozent hartes Eigenkapital vorzuhalten und gleichzeitig die aus europaeischen Staatsanleihen resultierenden Risiken zu beruecksichtigen, ist kaum nachvollziehbar.“ Moegliche Risiken wuerden damit gleichsam doppelt mit Kapital unterlegt. „Der langwierige und chaotisch wirkende Prozess hat zudem den Eindruck verstaerkt, dass jedes Ergebnis moeglich ist,“ so Kemmer weiter. Dies gelte insbesondere, da Berechnungsvorgaben und Kriterien wiederholt geaendert wurden. Die EBA habe damit an Glaubwuerdigkeit verloren.

Die Maerkte seien durch die EBA hochgradig verunsichert worden. Die nun vorliegenden Ergebnisse wirkten tendenziell prozyklisch und verstaerken damit die Verspannungen auf den Finanzmaerkten. „Negative Folgen – auch fuer das Wachstum der europaeischen Volkswirtschaften – sind nicht auszuschliessen“, fuerchtet Kemmer. Die deutschen Banken haetten bereits in den letzten Jahren massiv Kapital aufgebaut und seien alles andere als unterkapitalisiert.“

Quelle Pressemitteilung: Bundesverband deutscher Banken, BdB

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