Erdbeben in der globalen Finanzwelt – Dax rutscht auf Jahrestief – Deutsche Banken gehen Wege aus der Krise

Die Welt der Finanzen scheint völlig aus den Angeln geraten zu sein. Überall brechen die Börsen ein, auch Deutschland bleibt nicht verschont davon. Binnen des heutigen Tages wurde auch das Jahrestief erreicht, mit 5.930,78 ging der Dax in den Keller und zeigt damit die Auswirkungen der Bankenkrise in den USA auch in unserem Land. Dennoch bleibt eine gute Nachricht zu vermelden: Die Übernahme der Postbank von knapp 30 Prozent durch die Deutsche Bank ist nicht gefährdet. Unser Bankenmarkt wehrt sich also gegen die Krise und geht ganz eigene und gute Wege aus der Krise. So hat erst kürzlich die Commerzbank die Banktochter der Allianz, die Dresdner Bank, übernommen. Die Dresdner Bank war sehr angeschlagen gewesen durch ihr Investmentbanking im Rahmen der Dresdner Kleinwort. Lange war es im Gespräch, was die Allianz mit ihrer Banksparte machen wird, ein Zukauf der Postbank, oder ein Verkauf. Letztlich kam es dann so, wie es am besten war für den deutschen Bankenmarkt: Die Dresdner wurde von der Commerzbank übernommen und wurde damit auf einen Schlag zum größten Konkurrenten der Deutschen Bank, die bis dato unangefochten als Branchenprimus an der Spitze stand. Die drohende Gefahr hat die Deutsche Bank dann aufhorchen und handeln lassen. Erst hatte sie kein Interesse mehr an der Postbank AG bekundet, dann hat Josef Ackermann, der Chef der größten deutschen Bank wohl doch ein Einsehen gehabt, dass man sich anders nicht zur Wehr setzen kann gegen die Konkurrenz. Nun hat die Deutsche Bank ein knappes Drittel der Anteile der Postbank übernommen, wohl mit einer Vorkaufsoption für die restlichen Anteile. In Deutschland wird es nach den Beben der letzten gut 12 Monate also wieder ruhiger, auch wenn der Dax zeitweise auf einem Jahrestiefststand war. Auch wenn es noch eine Weile dauern wird, bis die Nachbeben aus den USA verklingen werden, wir sind endlich nicht mehr mitten in der Erdbebenzone.

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