Eklat statt Einigung – Das destruktive Verhalten des US-Kongress

Die Nachricht war kaum geschrieben heute Nacht, da kehrten sich die Lage und die Stimmung im US-Kongress und es kam zu einem Eklat. Statt der Einigung auf das Rettungsprogramm in der Höhe von 700 Milliarden Euro. Zwischen Demokraten und konservativen Kongressteilnehmern kam es zu heftige Wortgefechten und statt Einheit droht nun noch mehr Zerrissenheit. Der globalen Finanzwelt tut dies nicht gut, die Börsenkurse gehen wieder ins Minus, auch der Dax verliert über 100 Punkte und wandert statt nach oben wieder in Richtung der 6.000 Punkte. Gleichzeitig zu den unnötigen Streitdebatten kam es in den USA zur größten Bankenpleite der Geschichte des Landes. Die Washington Mutual, auch WaMu genannt, die US-Sparkasse, konnte nur durch einen Notverkauf von Teilen an die US-Bank JPMorgan Chase vor dem kompletten Ruin gerettet werden. JPMorgan Chase ist die drittgrößte Bank in den USA und übernimmt die beiden Banken der Washington-Mutual-Gruppe, die Washington Mutual FSB und die Washington Mutual Bank, dazu die Einlagen, die Aktiva der Banken und einige weitere Verpflichtungen. Nicht übernommen werden von JPMorgan Chase das Grundkapital sowie die Gesamtschulden, wodurch sowohl Aktionäre als auch Gläubiger der Washington Mutual leer ausgehen.

Statt einer erwarteten Einigung kommt es nun also noch schlimmer auf dem Finanzmarkt. Rettung ist nun ferner als je zuvor. Wird die USA nun doch noch in die Pleite gehen, weil die Kongressteilnehmer vor lauter Grabenkämpfe ihr eigenes Land vergessen???

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