Eilmeldung: Wirtschaftsminister Glos bietet Seehofer seinen Rücktritt an

Es kommt überraschend. In einem Brief, welcher der „Bild am Sonntag“ vorliegen soll, bietet Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, CSU, seinem Parteichef, Horst Seehofer, den Rücktritt aus seinem Amt an. „Bereits vor dem großen Neuanfang in der Bayerischen Staatsregierung und an der Parteispitze hatte ich dir angeboten, auch über mein Ministerium disponieren zu können.“ soll Glos in dem Brief geschrieben haben.

Und weiter soll es dort heißen: Bereits vor dem großen Neuanfang in der Bayerischen Staatsregierung und an der Parteispitze hatte ich dir angeboten, auch über mein Ministerium disponieren zu können“ Worte, die aus Glos Mund für Zündstoff sorgen. Denn: Der Wirtschaftsminister ist, angesichts der weltweiten Finanzkrise, nach Kanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück der wichtigste Lenker in diesem Staat – zumindest was die Fragen der Krise angeht.

„Die Arbeit als Bundesminister für Wirtschaft und Technologie ist der Höhepunkt meines politischen Lebens, und ich bin dankbar, dass ich die Weichen stellen konnte.“ Und wichtig sei ihm gewesen, „in der Finanz- und Wirtschaftskrise wirkungsvolle Maßnahmen, die auch meine Handschrift tragen, rasch durch- und umzusetzen“. Und nun scheint er seinen Hut nehmen zu wollen. Der machtgeile Horst Seehofer scheint so sein Recht zu bekommen. Unverständnis habe ich jedoch angesichts dieses Schrittes von Wirtschaftsminister Glos. Wer soll nun nachrücken an dieses derzeit so wichtige Amt? Wer den Staat weiter aus der Rezession ziehen? Wer an einer Bergfahrt der Konjunktur arbeiten? Manchmal sind parteipolitische Facetten zerstörerisch für ein Land. Dies kann man vielleicht an diesem Beispiel am besten sehen…

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