Die Zukunft der FinTechs in Deutschland

FinTechs sind eine Chance für den Finanz- und Technologiestandort Deutschland“, dies hat der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken heute in einem Pressestatement verlauten lassen. Der Begriff FinTech stammt aus den beiden Wörtern Finanzen und Technologie, und zeigt so schon klar auf, um was es in diesem Bereich geht: die Verwendung von Technologien, um den Bereich Finanzen durch Innovationen und Neuerungen auf neue, und bessere Wege zu bringen.

Den goldenen Mittelweg finden

Kemmer weiterin seinem Statement zu FinTech-Unternehmen in Deutschland: „Die Politik muss einen klugen Mittelweg zwischen notwendiger Regulierung im Interesse von Kundenschutz und Finanzmarktstabilität einerseits und dem Zulassen und Ausprobieren von Innovationen andererseits finden“.

Genau hier dürfte der Knackpunkt liegen: eine Überregulierung könnte den wachsenden FinTech-Markt auf ungute Weise ausbremsen. Eine mangelnde Regulierung jedoch einen Wildwuchs zulassen, welcher der Branche mittelfristig und langfristig Schaden zufügen könnte.

Wachsender Bekanntheitsgrad der FinTech-Unternehmen

Immer mehr FinTech-Unternehmen sind mittlerweile in Deutschland tätig. Darunter die Startups Payleven und SumUp. Auch Lendstar ist ein deutsches Startup, dessen Bekanntheitsgrad vor allem durch die VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ stark anwuchs.

Weitere mittlerweile bekannte deutsche FinTech-Unternehmen sind Barzahlen.de und IDnow, sowie zahlreiche weitere, deren Namen im Einzelnen zu nennen, den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

Die unumkehrbare Digitalisierung

Bankenverbands-Hauptgeschäftsführer Kemmer sieht eine Unumkehrbarkeit der Digitalisierung. Kemmer: „Die Digitalisierung vollzieht sich extrem dynamisch und ist unumkehrbar. Sie betrifft alle Geschäftsbereiche und wird das Bankgeschäft und damit die Banken langfristig verändern“. Kemmer weiter:„Aber das weithin gezeichnete Bild von den trägen Banken ist falsch. Banken gestalten die digitale Industrialisierung aktiv mit. Die einen sind weiter, die anderen ziehen nach, aber klar ist: Alle haben die Zeichen der Zeit erkannt“.

Genau damit hat der Präsident des BdB Recht. Während nicht jeder die positive Seite der FinTech-Unternehmen sieht, und davon überrollt zu werden meint Hat Michael Kemmer erkannt, dass die Digitalisierung nicht mehr auszubremsen ist. Was auch gut so ist, wenn der FinTech-Bereich, wie auch das Internet allgemein, für viele Bundesbürger immer noch das #Neuland zu sein scheint, vor dem sie sich fürchten. Oder an dass sie sich zumindest nicht heranwagen wollen.

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes © Bundesverband deutscher Banken, BdB
Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes © Bundesverband deutscher Banken, BdB

2 Antworten auf „Die Zukunft der FinTechs in Deutschland“

  1. Schöner Artikel. Wie sind Unternehmen wie Vaamo / Cashboard / Ginmon usw. geregelt? Die Modelle klingen alle sehr interessant, aber ich bin mir noch unschlüssig, was die Sicherheit von meinem Geld angeht

  2. Es ist sicherlich ein gutes Zeichen, dass die Banken den Trend der Digitalisierung mitgehen. Die mangelnde Innovation bei der Digitalisierung, die den Banken immer wieder vorgeworfen wird, trägt sicherlich zum Aufschwung der Fintechs bei. Das steigende Interesse für die digitalen Alternativen der FinTechs ist aber sicherlich in den häufig unprofitablen und überteuerten Produkten der Banken begründet.

    Anhand der Geldanlage lässt sich das Innovationspotential der Fintechs sehr gut verdeutlichen. Privatanleger konnten bisher vor allem zwischen oft überteuerten Fondsprodukten und Vermögensverwaltungen, die den Großteil der Gesellschaft durch extrem hohe Mindestanlagebeträge ausschließt, wählen. Die FinTechs aus dem Geldanlagebereich können hier einem großen Kreis potentieller Interessenten eine echte Alternative bieten. Denn bei Digitalisierung darf es natürlich nicht mehr nur darum gehen, einen modernen Webauftritt zu haben.

    Scalable Capital zum Beispiel ist ein von der Bafin lizensierter digitaler Vermögensverwalter, der vor Kurzem an den Start gegangen ist. Mit unserer proprietären Risikomanagement-Technologie können wir Kundenportfolios dynamisch anpassen, um das vom Kunden gewählte Risikolimit einzuhalten. Eine derartige Technologie stand bis dato nur extrem wohlhabenden Privatanlegern oder institutionellen Investoren zur Verfügung. Wir möchten dagegen auch der Mitte der Gesellschaft Zugang zu einer erstklassigen Vermögensverwaltung bieten. Wir freuen uns stets über Feedback und Fragen, mehr Informationen zu unserem Service gibt es auf http://www.scalable.capital.

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