Die EURODA tritt auf den Plan – Naht die Rettung für Opel aus einer ganz anderen Richtung?

Steigt nicht der Staat bei Opel ein, sondern möglicherweise die Opel-Händler Europas? Die EURODA, die Händlerorganisation von Opel, will sich an der Tochter von General Motors beteiligen. Möglicherweise ist dies die Rettung aus einer Richtung, an die zuvor niemand gedacht hatte, aber die des Rätsels Lösung sein könnte. Denn eines ist sicher: Wenn die Opel-Händler selbst einsteigen, dann ist damit auch der weitere Vertriebsweg der Fahrzeuge des Autobauers gesichert. Und genau dies ist ja einer der Knackpunkte der Abspalt-Problematik von Opel. Man will sich wohl lösen von dem kollabierenden US-Autobauer General Motors – aber zugleich ist man völlig von diesem abhängig (wir haben bereits darüber berichtet, siehe hier), Die EURODA jedoch könnte hier Möglichkeiten bieten, den Verkauf ohne Störungen fortführen zu können. Für den Rest der – momentan noch vorhandenen – Abhängigkeiten von General Motors würde sich dann sicher auch noch eine Lösung finden.

Die vollständige Mitteilung im Wortlaut:

Händler-Organisation EURODA will bei Opel einsteigen

EURODA-Chef Timmer hält eine Zukunft Opels innerhalb des GM-Konzerns für möglich

Mainz (ots) – Die europäischen Opel-Händler wollen sich mit mehreren Hundert Millionen Euro am Auto-Hersteller beteiligen. Das erklärt der Vorsitzende der europäischen Opel-Händler-Vereinigung EURODA, Jaap Timmer, in einem Interview mit dem ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO. „Wir werden darüber übermorgen in Rüsselsheim auch mit dem Gesamtbetriebsrat reden“, so Timmer.

Eine finanzielle Beteiligung in dieser Größenordnung sei zwar schwierig. Doch die 4000 Händler in Europa, die in EURODA organisiert sind, könnten dies schaffen. Laut Timmer müssten noch weitere Co-Finanziers Opel unterstützen, etwa europäische Regierungen.

General Motors und auch Opel müssten aber zunächst einmal konkrete Pläne für den Erhalt des Auto-Herstellers nennen. Timmer glaubt nicht, dass Opel dafür neue Partner brauche, dies könne auch mit General Motors gelingen. Detroit habe zwar finanzielle Probleme, die engen Verbindungen bei Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen müssten deshalb aber nicht aufgelöst werden. „Ich glaube Opel kommt nicht ohne GM-Beteiligung aus. Aus historischen Gründen, aber auch für die Entwicklung neuer Modelle braucht man GM“, sagt Timmer.

Opel sei nicht Saab, Opel könne auch alleine bestehen bleiben. „Ich bezweifle, ob das bei Saab gelingt. Wir sollten uns auf Opel beschränken“, so Timmer. EURODA (European Opel/Vauxhall Dealert Association) repräsentiert über 4000 Händler in 24 europäischen Ländern.

Ausführliche Informationen in WISO am Montag, 23. Februar 2009, um 19.25 Uhr. Moderation: Michael Opoczynski“

(Quelle: www.presseportal.de)

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