Deutsche Wirtschaft boomt auch 2011 weiter

Die meisten Experten sind derzeit wohlgestimmt, wenn es um die Entwicklung der Konjunktur in diesem Jahr geht. Die deutsche Wirtschaft boomt auch 2011 weiter, dieser Ansicht sind viele, und auch der Bankenverband geht mittlerweile davon aus, das sich der Wachstumsschub des vergangenen Jahres auch in diesem Jahr fortsetzen wird – und prognostiziert 2,3 Prozent Wachstum für dieses Jahr.

Bankenverband: Deutsche Wirtschaft bleibt in Schwung

„Die deutsche Wirtschaft bleibt auch 2011 in Schwung. Zum einen gibt die Weltwirtschaft weiter Auftrieb, zum anderen haben sich die Stimmungsindikatoren in Deutschland noch einmal verbessert“, sagt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, bei der Vorstellung des aktuellen Konjunkturberichts in Berlin. Der Bankenverband prognostiziere weiterhin für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 2,3 Prozent.

Aufkeimende Inflationsängste, die mit der derzeit anziehenden Preisentwicklung in Deutschland verbunden sind, müssen laut Kemmer etwas relativiert werden: „Angesichts einer Kerninflationsrate von rund 1 Prozent kann von einem breit angelegten Preisschub noch keine Rede sein. Auch im Euro-Raum sehe ich keinen Beginn eines sich selbst verstärkenden Inflationsprozesses“. Gegenwärtig seien vor allem Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise die Treiber der Teuerungsrate. Doch günstige statistische Basiseffekte sollten im Frühjahr wieder für einen gewissen Rückgang der Preissteigerungsrate sorgen. „Im Jahresdurchschnitt dürfte die Inflationsrate daher sowohl im Euro-Raum als auch in Deutschland bei etwa 2 Prozent liegen“, so Kemmer.

Trotz vielfältiger Anstrengungen der Euro-Staaten, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank seien die Marktteilnehmer bei europäischen Staatsanleihen weiterhin skeptisch. Daher würden gegenwärtig weitere Maßnahmen diskutiert, um die Lage zu stabilisieren: etwa die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms oder die Möglichkeit, dass hoch verschuldete Euro-Staaten mit Krediten des Rettungsschirms ihre Staatsschulden zurückkaufen können. Kemmer weist darauf hin, dass die Chancen und Risiken der unterschiedlichen Vorschläge sorgfältig abgewogen werden müssten. Der Bankenverband unterstütze daher die Position der deutschen und französischen Regierung, etwaige Änderungen beim aktuellen Rettungsschirm in einem Gesamtpaket festzulegen. „Hieran sollte nun mit Hochdruck gearbeitet werden“, so Kemmer, „denn ein überzeugendes Gesamtkonzept wird auch die Märkte positiv beeinflussen“.“

Quelle Pressemitteilung: Bankenverband

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